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    Keine Feuernutzung: Rohkost-Diät damals schon bei Urzeit-Europäern Trend

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    Die Steinzeit-Europäer haben kein Feuer benutzt, um ihr Essen zuzubereiten. Das berichtet die Online-Zeitung „gaseta.ru“ unter Berufung auf ein Fachblatt.

    Demnach haben die Archäologen den Zahnbelag eines 1,2 Millionen alten Hominiden untersucht, der 2007 in einer Felsenhöhle in Spanien entdeckt wurde.

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    © Foto : Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern/Landesarchäologie/C. Harte-Reiter

    Die Wissenschaftler hätten bei ihrer Untersuchung mikroskopische Speisereste entdeckt – frühe Zeugen dessen, wovon die Steinzeitmenschen sich ernährten. Die Reste hätten Spuren von Tierfleisch, Gräsern, Pinienkernen, Insekten und – möglicherweise – eines Zahnstochers enthalten. Das entspräche im Großen und Ganzen einem durchaus ausgewogenen Ernährungsplan.

    Sämtliche entdeckten Reste hätten außerdem keine Spuren von Hitzeeinwirkung aufgewiesen – ebenso wie keine Kohlepartikel, die ein sicheres Indiz für die Feuernutzung wären.

    Wissenschaftliche Annahmen darüber, wann die Menschen angefangen haben, Feuer zu benutzen, gehen allerdings weit auseinander. Einige Experten schätzen, es sei erstmals vor 1,8 Millionen Jahren verwendet worden, andere gehen von 300 bis 400.000 Jahren aus. Früheste Hinweise auf Feuernutzung reichen 800.000 Jahre zurück.

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    Steinzeit, Archäologie