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04:21 24 Juli 2019
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    Zombie-Apokalypse: Nach 100 Tagen stirbt die Menschheit aus

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    Britische Physiker haben anhand einer Computersimulation ermittelt, dass eine Zombie-Pandemie – sollte es je zu einer kommen – sich wie ein Lauffeuer auf dem Erdball ausbreiten würde. Die Menschen hätten dann nur noch wenige Monate zu leben, berichtet die Hochschulzeitschrift „Journal of Physics Special Topics“.

    Stellen Sie sich vor: Ein Virus greift um sich, das die Menschen in abgestumpfte, aggressive Wesen verwandelt, die nur noch vom Hungergefühl getrieben werden. Sollte die Menschheit irgendwann einmal aussterben, dann bestimmt durch eine solche Zombie-Pandemie, die in einer Apokalypse endet – jedenfalls gilt das derzeit als das wahrscheinlichste Szenario für das Ende der Welt.

    Ob es irgendwann wirklich Zombies unter uns geben wird, die wild um sich beißen und gesunde Menschen anstecken, ist fraglich. Ärzte und Epidemiologen aber schätzen solche Planspielchen, weil sie ihnen helfen, den Verlauf von Krankheitsausbrüchen, wie etwa des tödlichen Ebola-Virus, besser nachzuvollziehen und mögliche Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

    Und so haben James Moore und seine Kollegen von der University of Leicester nachgerechnet, wie lange es bei einer Pandemie dauern würde, bis die Menschheit ausstirbt oder zumindest derart schrumpft, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr reproduzieren kann. Herausgekommen ist das Szenario für eine perfekte Pandemie.

    Bei ihren Berechnungen haben sich die Wissenschaftler keineswegs von Vorstellungen aus Film und Fernsehen leiten lassen. Moore und sein Team haben Daten herangezogen, die über die schlimmste Epidemie bekannt sind, welche die Menschheit jemals erlebte: den Pestausbruch im Europa des 14. Jahrhunderts.

    Als Grundlage für ihre Simulation nahmen die Wissenschaftler die heutige Weltbevölkerung von rund siebeneinhalb Milliarden Menschen. Die Grenzen, Entfernungen und die Bevölkerungsverteilung auf unserem Planten wurden ebenfalls berücksichtigt. Demnach würde es bei einer Zombie-Pandemie in 90 Prozent der Fälle nach nur einem Biss zu Ansteckungen kommen. Danach würden die Untoten im Schnitt 20 Tage lang leben, bis sie schließlich verhungern und verdursten.

     

    100 Tage danach

    Die Crux: In einer dichtbesiedelten Gegend reicht diesen Berechnungen zufolge nur ein infizierter Mensch aus, um nach nur 20 Tagen eine Epidemie auszulösen. Nach 100 Tagen würden auf dem ganzen Planeten nur noch 181 Menschen leben – umgeben von 190 Millionen hungrigen Untoten. Selbst wenn die Menschen aus zombieverseuchten Gebieten flüchten, wird die Menschheit von der Zombie-Apokalypse dahingerafft: nur 273 Menschen bei einer Million Zombies nach 100 Tagen. In beiden Fällen würden zu wenige Menschen überleben, um unseren Planeten erneut zu besiedeln und die Zivilisation wiederaufzubauen. Nach 100 Tagen drohe der Menschheit in jedem Fall das sichere Aus, resümiert das Blatt.

    Der „Journal of Physics Special Topics“ wird jährlich von der physischen und astronomischen Fakultät der University of Leicester herausgegeben. An der Zeitschrift mitzuarbeiten und darin zu veröffentlichen, ist für die Master-Studenten der britischen Uni eine Bedingung, um zum Abschluss zugelassen zu werden.

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    Tags:
    Menschheit, Virus, Zombie