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05:55 19 August 2019
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    Pharma-Technologie: Kosten senken mit 3D-Arznei-Drucker

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    Fortschritte im 3D-Druck machen es möglich, Medikamente direkt beim Patienten zuhause herzustellen. Fachleute haben die neuen technischen Möglichkeiten der Pharmaindustrie auf dem „Dubai Health Forum“ diskutiert.

    Die neue Technologie stehe kurz vor der Serienreife und könne bald in den Häusern chronisch kranker Menschen zum Einsatz kommen, sind die Spezialisten überzeugt.

    Dadurch könnten die Kosten für teure Medikamente, beispielsweise zur Behandlung von Krebs, deutlich reduziert werden.

    Das britische Unternehmen FabRx hat entsprechende Neuentwicklungen auf dem Forum in Dubai vorgestellt.

    „Unser Konzept ist es, diese Technologie in Krankenhäusern, Kliniken und bei den Patienten zuhause einzusetzen. Dadurch könnten die Patienten ihre Medikamente in der richtigen Dosierung und Zusammensetzung selber „drucken“. Bei ordnungsgemäßer Anwendung spart diese Methode Kosten und ist wesentlich schneller. Bislang stellen die Krankenhäuser keine eigenen Arzneimittel her. Bald aber können sie eigene Pharmaproduktionen starten“, so ein Unternehmenssprecher.

    Die neue Methode ist denkbar einfach: Apotheker mixen Fertigrezepturen nach Rezept. Diese werden an die Krankenhäuser geliefert und vor Ort in 3D-Printern hergestellt. Dadurch sinke auch das Risiko von Fälschungen, heben die Entwickler hervor.

    Die neue Technologie sei bereits erfolgreich an Tieren getestet worden. Bis zur Serienreife würden jedoch noch zwei Jahre vergehen, weil die Regulierungsbehörden die Anwendung des Verfahrens noch genehmigen müssen.

    Der 3D-Pharmadruck werde strengsten Kontrollen unterliegen, versichert der Hersteller. Der Zugang zu den Geräten beispielsweise wäre dann elektronisch gesichert.

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    Tags:
    Medikamente, Medizin, 3D-Drucker, FabRx