19:06 20 Januar 2017
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    „Schluss mit Verschwörungstheorien!“ Russen planen eigene Mond-Spurensuche

    © NASA
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    Eine Gruppe russischer Ingenieure und Weltraum-Fans will aus eigener Kraft einen Satelliten entwickeln und zum Mond schicken. Das ambitionierte Vorhaben soll mit den Verschwörungstheorien über bisherige Mondlandungen Schluss machen. Wie das gelingen soll, erklärt Projektinitiator Vitali Jegorow im Sputnik-Interview.

    „Seit vier Jahren schon schreibe ich über den Weltraum in Blogs und sozialen Medien. Inzwischen habe ich über eineinhalb Millionen Follower, die an der Weltraumthematik interessiert sind“, sagt der Blogger. „Angesichts dieser breiten Leserunterunterstützung habe ich beschlossen, von Worten zu Taten überzugehen – auch um mein eigenes Tätigkeitsfeld auszuweiten“, so Vitali.

    Mond
    © NASA. GSFC Scientific Visualization Studio
    In der Hoffnung, sein Projekt werde weltweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen, hat sich der Blogger einen sehr speziellen Missionszweck für den Mondsatelliten einfallen lassen: Das Projekt soll Verschwörungstheorien ein Ende setzen, die behaupten, dass einige, wenn nicht alle bisherigen Mondlandungen gefaked waren. Deshalb soll ein Mikrosatellit in die Mondlaufbahn gebracht werden, um von dort aus Fußabdrücke und Mondmobile zu fotografieren, die bei vorherigen Mondmissionen auf der Oberfläche des Erdtrabanten hinterlassen wurden.

    „Auch wenn die Ereignisse sehr weit zurückliegen, ist die Frage nach menschlicher Präsenz auf dem Mond immer noch ein heiß diskutiertes Thema in den Medien und sozialen Netzwerken. Ich bin davon überzeugt, dass jeder, der irgendwie mit diesen Diskussionen in Berührung gekommen ist und Fragen dazu hat, Interesse an meinem Projekt haben könnte“, betont Vitali. „Ich persönlich habe natürlich keine Zweifel daran, dass Menschen auf dem Mond gewesen sind. Aber das Ziel unserer Mission ist es, objektive Daten zu diesem Thema zu sammeln, die von persönlichen Einstellungen und Überzeugungen unabhängig wären.“

    Vitali Jegorows Mondsatellit
    © Foto: Vitaly Egorov
    Vitali Jegorows Mondsatellit

    Über die Überzeugungskraft künftiger Erkenntnisse macht sich Vitali freilich keine Illusionen: „Ich denke nicht, dass ich jemanden überzeugen kann, dessen Meinung von dem abweicht, was unser Satellit zeigen wird. Aber ich werde, sofern wir das Projekt umsetzen können, zumindest zur Geschichte der Mondforschung beitragen“, sagt er. „Wie dem auch sei: Die auf dem Mond hinterlassenen Spuren bleiben dort für Jahrhunderte, sodass jede Raumfähre sie wird erkennen können, wenn sie nur ausreichend nah an die Mondoberfläche herankommt. Und ich wünsche mir einfach, dass unser Satellit der erste ist.“

    Mond
    © Foto: Roscosmos/Oleg Artemiev
    Derzeit würden einige junge aber sehr erfahrene Weltraumingenieure ehrenamtlich an diesem ambitionierten Projekt mitwirken. Dass dabei nicht alles nach Plan läuft, gehört gewissermaßen zum Erfolg dazu: „Was die Fristen angeht, müssen wir zugeben, dass wir bereits nicht mehr im Zeitplan sind. Momentan arbeitet das Team an der technischen Studie des Projekts. Eigentlich haben wir gehofft, sie in einem Jahr abzuschließen, sind aber bereits über die Frist hinaus. Wenn aber alles Weitere gutgeht, kann die Mission 2020 starten“, erklärt Vitali.

    „Wenn aber alles Weitere gutgeht“ soll heißen: Vitali stellt für sein Projekt ein starkes Profi-Team von Ingenieuren auf, um die komplexen Probleme der Mission zu lösen. Und er findet 20 bis 30 Millionen US-Dollar, um das komplette Vorhaben zu finanzieren. Außerdem muss Vitali noch einen Raumfahrtkonzern davon überzeugen, seinen Satelliten in die Mondumlaufbahn zu befördern.

    Vitali Jegorows Mond-Spurensuche
    © Foto: Vitaly Egorov
    Vitali Jegorows Mond-Spurensuche

    Das verhältnismäßig geringe Gewicht und die kleinen Abmessungen der Mondsonde machen es im Grunde möglich, auf der Trägerrakete eines anderen Weltraumprogramms „mitzufahren“. Bislang sieht das Team zwei Möglichkeiten, die Sonde in einen mondnahen Orbit zu bringen: „Bei der ersten und von uns bevorzugten Variante würde der Satellit auf der Erde in Richtung des Mondes starten – mit ausreichender Power, um die Gravitation zu überwinden. Dabei müssen wir bloß sicherstellen, den Satelliten rechtzeitig abzubremsen, sobald er die für unsere Zwecke erforderliche Umlaufbahn erreicht hat“, erklärt Vitali. Das klingt zwar simpel, bislang konnte aber nur ein einziger Mondsatellit auf diese Weise den Erdtrabanten erreichen: Der sowjetische Luna-10 in 1966.

    „Da die Vereinigten Staaten, Europa, China, Indien und Japan den Mond weiterhin erforschen, sind wir guter Dinge, eine Trägerrakete zu finden, die uns per Anhalter durch die Galaxie mitnimmt. Am meisten zählen wir aber auf Roskosmos (den russischen Raumfahrtkonzern – Anm. d. Red.)“, betont der Weltraum-Romantiker.

    Vitali Jegorows Mondsatellit
    © Foto: Vitaly Egorov
    Vitali Jegorows Mondsatellit

    Die zweite Variante ist ungleich komplexer. Sie sieht vor, die Mondsonde zunächst in den geostationären Orbit zu befördern. „Diese Umlaufbahn verläuft entlang des Erdäquators. Und sie ist bereits voll von zahllosen Telekommunikationssatelliten. Nahezu jeden Monat starten Raketen in diesen Orbit. Damit wären aber nur zehn Prozent der Entfernung bis zum Mond zurückgelegt, weshalb unser Satellit einen großen Treibstoffvorrat benötigen würde. Damit wäre unser Vehikel keine Mikrosonde mehr“, bedauert Vitali.

    Aber bis zum Start ist es ja auch noch ein langer Weg, räumt der Blogger ein: „Unser Projekt ist von der Hardware noch weit entfernt. Deshalb lassen wir uns noch Zeit damit, die Raumfahrtagenturen um eine Mitfahrgelegenheit für unsere Sonde zu bitten.“ Ein Grund, die Sache langsam anzugehen, ist das für Vitali aber nicht: „Wir verstehen, dass wir jetzt mit Hochdruck arbeiten müssen, damit der Start 2020 möglich wird. Auf diesem Weg ist jeder nächste Schritt schwieriger als der vorherige. Aber je weiter man vorankommt, desto sicherer wird man, dass das Projekt gelingen kann“, resümiert der Optimist.

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    Tags:
    Vitali Jegorow, Mond, Russland
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    • mike.holstein
      Echt jetzt? Wozu der Aufzug wenn das Ergebnis ohnehin schon feststeht?

      Zitat: "„Ich persönlich habe natürlich keine Zweifel daran, dass Menschen auf dem Mond gewesen sind. Aber das Ziel unserer Mission ist es, objektive Daten zu diesem Thema zu sammeln, die von persönlichen Einstellungen und Überzeugungen unabhängig wären.“
    • manuel-k
      nur blöd wenn dann keine ami flagge zu sehen ist, aber hat dann bestimmt der "wind" verweht^^
    • mike.holstein
      Gerade im Zeitalter des pixelgenerierten Kinos kann man alles zeigen was man möchte.
    • Ritterkreuzträger
      Da oben ist noch viel mehr los und würde Projektinitiator Vitali Jegorow tatsächlich jemanden finden der es Ernst mit der Aufklärung meint, dann müssen unsere Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Man betreibt nicht umsonst einen Riesenbetrug was unsere menschliche Frühzeit auf Erden angeht. Verweise:
      www.youtube.com/watch?v=4ibAhoUp2FA
    • Hubertus
      Die Amis waren nie auf dem Mond, die größte Verarschung der Welt wird eines Tages aufgedeckt werden !
    • ReinerAntwort anRitterkreuzträger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      R., alle Welt spricht von "Link", wenn eine Adresse im Internet genannt wird.

      Nur deutschtümelnde NAZIS sagen "Verweis", wie es etwa in dem in der Bundesrepublik Deutschland verbotenen "Altermedia" gang und gäbe war.

      Hallo Moderation: bitte sperrt den Nazi! Es ist genug, dass etliche seiner Gesinnung sich mit Waffen vor Moskau herumtrieben. Damals hat man sie verjagt, und heute? Virtuell quasi per Sputnik geistern sie sich wie dieser Heini IN der russischen Hauptstadt.
      Nein Danke.
    • Free World
      Super Idee, gibt es einen Link dazu oder kann man Crowdfunding dazu beisteuern?
    • ewdwAntwort anReiner(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Reiner, da bin ich voll bei Dir - linkes und zudem noch sehr dummes Ge*** muß von SPUTNIK verbannt werden, nach Sibirien - jawollllll!
    • ewdwAntwort anRitterkreuzträger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      RitterkreuzträgerRitterkreuzträger, na da ist der kleine Scheißerle weiter unten aber böse.
    • ziheihähh-babyAntwort anmanuel-k(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      manuel-k, die hat PUTIN entführt ,ha ha (lol)
    • jan.stottko
      Der niedliche Ansatz bei dem ganzen ist das die Mondlandung ein heiß diskutiertes Thema ist. Ehrlich gesagt - ein paar Spinner diskutieren nach knapp 50 Jahren immer noch das gleiche Thema.
    • RitterkreuzträgerAntwort anReiner(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Reiner, was hat die Begrifflichkeit "Verweise" mit Nazis zu tun??? Das ist mir leider zu viel. Wenn ich auf deutschen Autobahnen fahre, bin ich dann auch schon ein Nazi oder Reichsbürger? Und haben sie sich denn überhaupt schon entnazifiziert? Laut Personalausweis mit der Glaubhaftmachung "deutsch" sind sie ein Reichsbürger! Fangen Sie erstmal bei sich selbst an!
    • DocMoriarty
      Ein Satellit der unverschlüsselte Bilder aus einer niedrigen Mondumlaufbahn überträgt wäre schon nicht schlecht. Damit könnte viel entdeckt und verifiziert werden, insbesondere dann, wenn das Signal gestört wird ...
    • Elke
      Angeblich waren die USA schon Anfang der 60er Jahre am Mond, aber natürlich haben sie das nicht sofort offiziell verlautbart, weil sie zahlreiche "streng geheime" Projekte verfolgten. Angeblich wollte J.F. Kennedy die Öffentlichkeit auch darüber informieren...
      Auf der nicht der Erde zugewandten Seite des Mondes soll es eine US-Militärkolonie geben, hat mir jemand vor einiger Zeit erzählt.
    • klaus.thomsenAntwort anRitterkreuzträger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Lieber Ritterkreuzträger,

      ich habe mir Ihr Youtube-Video angesehen und da hat es bei mir gleich Klick gemacht! Könnte es sich bei der schwarzen Knackwurst (3,37m bei 2:26) vielleicht um den legendären atomgetriebenen NS-Wischmopp handeln? Ich denke, dass wäre eine Lösung! Was meinen Sie?

      mfG Klaus Thomsen
    • RitterkreuzträgerAntwort anklaus.thomsen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      klaus.thomsen, Sehr geehrter Herr Thomsen, mit Erde und Ideologie hat das diesmal nichts zu tun! Das sind andere Lebewesen von einem anderen Stern. Was es mit diesen Raumschiff nun auf sich hat, kann ich ihnen auch nicht sagen. Russen wie Amerikaner haben es fotografiert, eine Erklärung bleibt bis heute aus. Auf jeden Fall kein Wischmopp, nix Atom-Antrieb, kein Nazi und auch nicht von uns Erdlingen gebaut!
    • klaus.thomsenAntwort anRitterkreuzträger(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Lieber Ritterkreuzträger, ich könnte Sie knutschen, so bemerkenswert finde ich Ihre Einlassungen zum Thema "schwarze Knackwurst"! Ich habe allerdings noch ein Idee, was es sein könnte, wenn es nicht schon nicht der NS-Wischmopp ist: Vielleicht handelt es sich ja bloß um einen mittelmäßig gelungenen Photoshop-Jux? Was meinen Sie? Und immer daran denken: Cui bono? Grüße!
    • klaus.thomsenAntwort anElke(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Liebe Elke, Sie sollten nicht darauf vertrauen, was Ihnen "Jemand" erzählt! Sie sollten nur die wirklich seriösen Quellen nutzen: z.B. Sputniknews, RT Deutsch, Bildzeitung, Facebook, SchülerVZ. Hier kreigen sie die wirklich wahren Infos! Grüße Klaus Thomsen
    • RitterkreuzträgerAntwort anklaus.thomsen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      klaus.thomsen, falls Sie wirklich ein Interesse daran haben die Sache wissenschaftlich aufzuklären, müssen sie erstmal lernen ihre dämliche Arroganz abzuschalten! Das Bildmaterial im Video ist alles von der NASA und der Fundort ist genau mittels Koordinaten angegeben. Auch die Russen haben vom Raumschiff Bilder gemacht. Sie können ja selbst einmal über die "Suchmaschine" auf Spurensuche gehen, da ist im Netz inzwischen sehr viel im Umlauf.
    • klaus.thomsen
      Ja klar, mach ich! Und ich nehm auch alles für bare Münze, was im Netz im Umlauf ist. DAnke für den Tipp!
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