21:17 15 Juli 2020
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    Die MRO-Raumsonde schickt Aufnahmen von ungewöhnlichen Spuren des jüngsten Aufpralls von Meteoriten auf die Mars-Oberfläche. Sie sehen aus wie überdimensionale Einschusslöcher von einer gigantischen Weltraum-Schrotbüchse. Das berichtet die Webseite von HiRISE.

    Der Mars hat im Unterschied zur Erde, Venus oder einigen großen Planeten keine dichte Atmosphäre, weshalb seine Oberfläche fast ungeschützt selbst von kleinen Asteroiden und Meteoriten bombardiert werden kann. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Besonderheit des Mars eher ein Vorteil, weil dies das Alter verschiedener Regionen des Planeten zu bestimmen hilft, wobei man sich auf die Angaben der Erosion der Krater und ihre Gesamtzahl stützt.

    Vor zehn Jahren entstand laut den Daten der MRO-Sonde eine Gruppe ungewöhnlicher Krater auf der Mars-Oberfläche, die sehr den Spuren des Beschusses aus einer Schrotbüchse ähneln. Bilder von diesen Spuren wurden dank den Kameras CTX und HiRISE erhalten. Letztere kann auf dem Mars bis zu ein Meter große Strukturen unterscheiden.

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    Wissenschaftlern zufolge bestand ein Meteorit, der diese Krater zwischen 2008 und 2012 verursachte, aus Lockergestein. Er spaltete sich beim Einstieg in die Mars-Atmosphäre in mehrere Teile. Im Ergebnis entstand eine Art „Schrapnell“, das in der Tharsis-Region am Äquator des roten Planeten aufschlug, wobei es sich mit sehr hoher Geschwindigkeit an der südlichen Hälfte des Mars bewegte.

    Die MRO-Sonde beobachtet diese Krater weiter, um einschätzen zu können, wie schnell die Spuren des Weltraum-Schrapnells unter dem Mars-Sand verschwinden.

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    Tags:
    Meteoriten, Mars, Weltraum