04:41 28 Oktober 2020
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    Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat auf ihrer Webseite Aufnahmen von Spuren einer heftigen Flut auf dem Mars veröffentlicht, bei der sich ein rund 3000 Kilometer langer und mehrere Dutzend Kilometer breiter Kanal gebildet hat.

    Die Wissenschaftler entdeckten dies auf den Aufnahmen von dem Krater „Worcester“, die von der Mars-Express-Sonde übermittelt wurden. Dieser Krater befindet sich unweit der „Chryse“-Ebene, die von den Wissenschaftlern als Boden eines Mars-Ozeans bezeichnet wird, der auf dem Roten Planeten vor rund vier Milliarden Jahren existiert haben könnte. Zahlreiche Kanäle und Canyons, die die Ebene umgeben, könnten Flussbette sein, so die Paläontologen.

    Mega-Flut auf Mars
    Mega-Flut auf Mars

    Doch nach der Analyse der  Aufnahmen der Sonde Mars Odyssey änderten Spezialisten ihre Meinung und vermuten nun, dass es sich um Spuren eines Tsunami handeln kann. Darauf verweist die Form des „Worcester”, der von oben wie eine Insel aussieht, deren Rand geflutet wurde. Dabei strömten die Wassermassen wohl entlang der „Böschung“ nach oben.

    Mega-Flut auf Mars
    Mega-Flut auf Mars

    Die Flut wurde durch das Abschmelzen der Eismassen unter der „Chryse“-Ebene und anderen Regionen des Roten Planeten verstärkt. Laut Wissenschaftlern schmolz das Eis vor rund 3,5 Millionen Jahren durch mehrere Vulkanausbrüche.

    Mega-Flut auf Mars
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    Tags:
    ESA, Mars