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    Raketentechnik: Russland baut Falcon-Rivalen

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    Der Raketenbauer RKK Energia entwickelt derzeit einen Konkurrenten zur Falcon-Rakete von US-Unternehmer Elon Musk, teilt der Vorstand des russischen Konzerns mit.

    Der Konzern wolle gemeinsam mit Partnerfirmen eine mittlere Trägerrakete entwickeln, die von den russischen Weltraumbahnhöfen Baikonur und Wostotschny starten kann. Zudem solle im Rahmen des russischen Sea-Launch-Programms auch ein Start von einer schwimmenden Plattform möglich sein.

    Momentan würden die Entwürfe ausgearbeitet. „Die neue Rakete wird vor allem beim Sea Launch gute Perspektiven haben und zweifelsohne auch mit der US-amerikanischen Falcon konkurrieren können“, sagte Konzernvorstand Wladimir Solnzew.

    Zuvor hatte Solnzew erklärt, RKK Energia werde in den kommenden vier Jahren eine Rakete für das Sea-Launch-Programm der russischen S7 Group anbieten können. Die S7 Group ist ein Luftfahrtunternehmen aus Russland und Betreiber des Seestart-Programms.

    Die Arbeit an der neuen Rakete ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrere russischer Firmen. So würden für die Erststufe RD-171M-Motoren verwendet, die früher bei der ukrainischen Zenit-Rakete zum Einsatz kamen. Als Zweitstufe würden russische RD-0124-Triebwerke eingebaut. Der Zeitplan für die Entwicklung der neuen Rakete stehe ebenfalls schon fest, sagte Solnzew.

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    Tags:
    Weltraum, Rivale, Rakete, RKK Energija, SpaceX, Elon Musk, Wladimir Solnzew, USA, Russland