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06:07 20 September 2019
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    Start einer Sojus-Rakete (Archivbild)

    Ab ins All – mit der guten alten Sojus!

    © Sputnik / Aleksej Filippow
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    Wer einmal zur Internationalen Raumstation ISS oder eine Runde um den Mond fliegen möchte, hat bald mehrere Optionen: Russland und die USA feilen gerade an speziellen Programmen für Weltraumtouristen, wie der Vorstand des russischen Raketenbauers RKK Energia, Wladimir Solnzew, einem Sputnik-Interview sagte.

    Seit 50 Jahren schon bringt die Sojus-Kapsel Menschen und Frachten in den Erdorbit – und das Raumschiff ist immer noch top fit. Jetzt soll es auch für den Weltraumtourismus genutzt werden.

    „Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern mehrere Optionen für Weltraumreisen zur ISS und in auf eine Mondumlaufbahn erarbeitet“, sagt Wladimir Solnzew, Chef des Energia-Konzerns. „Jetzt sind wir dabei, die Vertragsdetails auszuhandeln. Das ist ein schwieriger Prozess, bei dem nicht wir allein maßgeblich sind. Die Entscheidungen werden gemeinsam mit anderen Raumfahrtnationen getroffen. Denn außer technischen und wirtschaftlichen Fragen müssen auch rechtliche Aspekte geklärt sein.“, so der Unternehmenschef.

    Bis 2021 sollen die Freizeitflüge zur ISS wieder aufgenommen werden. Derzeit werde mit ausländischen Unternehmen darüber verhandelt, neun Plätze in der Sojus-Kapsel für Weltraumtouristen zu reservieren, sagte Solnzew.

    Dabei ließ der Unternehmensvorstand wissen, dass die Russen nicht nur mit Space Adventures verhandeln würden. Seit 2001 läuft die Auswahl potentieller Kandidaten für einen Weltraumausflug exklusiv über diese US-Firma. Nun aber seien auch andere Anbieter an dem Programm interessiert.

    Der erste Weltraumtourist war der Unternehmer Dennis Tito. Der US-Amerikaner italiensicher Abstammung flog 2001 an Bord der Sojus TMA-32 zur Internationalen Raumstation. Ein Jahr später folgte Mark Shuttleworth aus Südafrika. Der nächste Weltraumabenteurer flog erst 2005 zur ISS, und zwar der US-Multimillionär Gregory Olsen.

    Die erste Touristin an Bord der ISS war die US-Amerikanerin iranischer Abstammung Anousheh Ansari. Sie besuchte die Internationale Raumstation im September 2006 – anstelle eines Japaners, der aus gesundheitlichen Gründen nicht für den Flug zugelassen wurde. Übrigens: Shuttleworth, Olsen und Ansari zahlten je 20 Millionen US-Dollar für ihre außergewöhnlichen Trips.

    Charles Simonyi, Mitbegründer von Microsoft, war der fünfte Tourist im Weltall. Der US-Amerikaner ungarischer Herkunft war gleich zweimal im Weltraum: 2007 und 2009. Musste er für den ersten Flug „nur“ 25 Millionen Dollar zahlen, waren für den zweiten gleich 35 Millionen fällig.

    Der US-Multimillionär Richard Garriott war der sechste Freizeitastronaut. Er flog 2008 in den Erdorbit, für rund 30 Millionen Dollar.

    Der siebte Weltraumtourist war der ehemalige Zirkusartist und Inhaber von Cirque du Soleil, der Kanadier Guy Laliberté. Auch er zahlte für seinen Flug im Oktober 2009 rund 35 Millionen US-Dollar.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Entwicklung, Weltraumtourismus, Internationale Raumstation ISS, Sojus, NASA, RKK Energija, USA, Russland