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23:46 19 September 2019
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    Durch die Flutwelle zerstörter 4. Reaktor in Fukushima

    Atomunglück von Fukushima: Putin bietet Abe Knowhow für AKW-Wiederaufbau an

    © AP Photo/ Toshiaki Shimizu
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    Sechs Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima bietet Russland Japan Technologien an, mit denen die Gegend dekontaminiert und das ruinierte Atomkraftwerk wiederaufgebaut werden kann. Darum ging es am Donnerstag bei einem Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des japanischen Premierministers Shinzo Abe in Moskau.

    „Russland ist bereit, Japan bei der Wiederherstellung des AKW Fukushima 1 zu helfen“, sagte Putin nach dem Treffen. Dazu biete es die neusten Techniken zur Dekontamination von Böden und zur Verarbeitung von radioaktiven Abfällen an.

    Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9 Japans nordöstliche Küste erschüttert. Eine zehn Meter hohe Flutwelle brach über viele Ortschaften an der Ostküste herein, überschwemmte ganze Felder und Straßenzüge und zerstörte zahlreiche Gebäude. Bei der Katastrophe wurden mehr als 15.800 Menschen getötet, mehr als 2630 weitere werden bis heute vermisst.

    Im Atomkraftwerk Fukushima wurden vier der insgesamt sechs Reaktoren überschwemmt, wonach es zu einem Ausfall des Kühlsystems, Explosionen und einer Kernschmelze kam. Als Folge gelangten große Mengen an Radioaktivität in die Luft und ins Meer. Aus den betroffenen Gebieten wurden Zehntausende Einwohner evakuiert. Die Beseitigung der Unglücksfolgen wird schätzungsweise rund 40 Jahre dauern.

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    Tags:
    AKW Fukushima, Japan, Russland