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    Moskauer Lomonossow-Universität baut Satelliten als Weltraumpatrouille

    Moskauer Lomonossow-Universität baut Satelliten als Weltraumpatrouille

    CC BY-SA 4.0 / Pline / Maquete satellite MVL-300 (Mikhailo Lomonosov) , Salon du Bourget 2015 (сropped a photo)
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    Die Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität (MSU) will eine orbitale Satellitengruppe entwickeln, die zur Kontrolle von Bedrohungen aus dem Weltall eingesetzt wird.

    Die Gruppe soll laut dem Professor des Forschungsinstitutes für Kernphysik bei der MSU Sergej Swertilow aus mindestens drei Satelliten bestehen. Sie soll vermutlich im Laufe von drei bis fünf Jahren fertiggestellt sein.

    „Ihre Hauptaufgabe wird die Kontrolle über kosmische Herausforderungen und Bedrohungen sein“, sagte Swertilow im Rahmen des technisch-wissenschaftlichen Rates des Zentrums „Progress“ (dt. „Fortschritt“) für Raketen- und Raumfahrttechnik in der Wolga-Stadt Samara.

    Zu der zukünftigen Gruppe werden ein Satellit der gleichen Klasse wie „Lomonossow“ und noch zwei kleinere des Typs „Aist“ (dt. „Storch“) oder „Tatjana“ gehören.

    „Die Satelliten ermöglichen es, die Erscheinungen detaillierter zu untersuchen, die mit der Strahlung im erdnahen Weltraum und der Asteroiden-Gefahr verbunden sind, sowie eine Kontrolle über extreme Vorgänge in der Hochatmosphäre der Erde auszuüben. Das wird quasi eine ‚Weltraumpatrouille‘“, so Swertilow.

    Die Universität hatte den Satelliten  „Lomonossow“ nach dem russischen Universalgenie Michail Lomonossow benannt und am 28. April 2016 vom Weltraumbahnhof Wostotschny gestartet. Der Flugkörper verfügt über Dutzende Geräte, die das Weltall und die Atmosphäre der Erde erforschen. Mit seinen Detektoren registriert „Lomonossow“ Vorgänge, die mit Explosionen von Supernovas zusammenhängen.

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    Tags:
    Weltraum, Satelliten, Satellit, Weltraumbahnhof Wostotschny, Moskauer Lomonossow-Universität, Moskau, Russland