03:28 31 Oktober 2020
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    Die Apps einiger großer Handelsketten, beispielweise McDonald's, unterstützen das Ultraschalltracking, wodurch das Konsumverhalten des Kunden untersucht wird. Die Informationen geraten dann oft zu Werbepartnern der Unternehmer, schreiben Forscher der Technischen Universität Braunschweig in einem Artikel auf der Webseite der Universität.

    Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Zahl der Apps, die Ultraschall erkennen, zugenommen hat: Mehr als 200 Programme unterstützen derzeit diese Funktion, im Vergleich zu sechs im vergangenen Jahr. Dabei sind es oft die Apps von Händlern, wie zum Beispiel der populären Fast-Food-Ketten McDonald's und Krispy Kreme. Wann und in welchem Geschäft oder Lokal der Kunde ist, was er kauft oder bestellt – diese Angaben werden laut den Forschern gescannt, wenn der Benutzer die App aktiviert.

    Ultraschallsignale sollen in Audios verankert und dann über die Apps auf Smartphones durch Mikrophone verfolgt werden. In Europa benutzen diese Technologie etwa 11,5 Prozent der Geschäfte, so die Studie.

    Bei Tests fanden die Wissenschaftler heraus, dass die genaueste Erkennung des Ultraschall-Trackingsignals bei einer Entfernung bis zu zwei Metern erfolgt. Je nach der Qualität des Mikrofons im Smartphone oder Tablet kann das Trecking-Gerät 70 bis 100 Prozent des Signals scannen.

    Die Forscher sehen in dieser sich schnell verbreitender Technologie eine ernsthafte Bedrohung der Privatsphäre. Laut einigen Aktivisten der TOR-Community können als Gegenmittel spezielle Browser-Erweiterungen benutzt werden, die alle für Menschen unhörbaren Signale aufhalten, oder das TOR-Programm, das alle anderen digitalen Geräte ausschaltet.

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    Tags:
    App, Werbung, Spionage, Apps, McDonald’s, Deutschland