18:18 23 September 2017
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    Start russischer Sojus-Rakete mit Satelliten an Bord vom Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana

    Medien: Russische „Satelliten-Killer“ nach zweijähriger Ruhepause wieder aktiv

    © AFP 2017/ Jody Amiet
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    Die im Westen als „Satelliten-Killer“ bekannten russischen Raumapparate sind nach einer fast zweijähriger Ruhepause wieder aktiv geworden, schrieb die britische Zeitung Daily Mail in ihrer Freitagsausgabe. Der Westen befürchte, dass Russland sich auf einen Rüstungswettlauf im All gefasst macht und Satelliten seiner Gegner zu zerstören plane.

    Es handelt sich um Satelliten der Kosmos-Serie mit den Ordnungsnummern 2.491, 2.499 und 2.504, die zwischen 2013 und 2015 gestartet wurden. Ungeachtet der Erklärungen des damaligen Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Oleg Ostapenko, wonach die Apparate gewöhnliche Kommunikationssatelliten sind, gehen US-amerikanische und europäische Fachleute davon aus, dass sie für Kampfhandlungen oder für die Vernichtung anderer Raumapparate geeignet sind.

    Das Blatt weist darauf hin, dass die meisten Satelliten normalerweise keine eigenen Triebwerke haben und daher nicht manövrierfähig sind. Nach Angaben von Militärreporter David Icke stellten Beobachter fest, dass der Kosmos-2499 seine Flugbahn wesentlich geändert hatte. „Der letzte der mutmaßlichen Satelliten-Killer war der Kosmos-2504. Auch dieser Apparat absolviert in letzter Zeit diverse Manöver“, schrieb die Zeitung.

    „Ich finde es sehr interessant, dass die Raumapparate, die im Laufe von fast zwei Jahren ‚schliefen‘, jetzt wieder aktiv werden“, wurde die Chefin des Verbandes besorgter US-Wissenschaftler, Laura Grego, zitiert. Zur Strategie gehöre, die Satelliten unsichtbar zu machen, sie so hinzustellen, als ob es sich um Weltraummüll handele, und sie dann wieder zum Einsatz zu bringen, meinte die Expertin.

    Westliche Fachleute weisen Medienberichten zufolge darauf hin, dass sich das Satellitentrio in den Jahren 2014, 2015 und 2016 mehrmals den ausgedienten Stufen der Rakete genähert haben, mit der sie ins All befördert worden waren. Das löste den Verdacht aus, dass diese Kauapparate physischen Kontakt auch zu anderen Satelliten aufnehmen könnten, um sie entweder zu reparieren oder zu modifizieren oder auseinanderzunehmen.

     

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    Tags:
    Killer-Satelliten, Befürchtung, Westen, Russland
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