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16:51 19 Oktober 2019
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    Schmelzbehandlung (Archivbild)

    Kernforscher aus Russland schmelzen, was nicht zu schmelzen ist

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    Nur wenige Minuten haben russische Physiker gebraucht, um Hafniumcarbid zu schmelzen. Dieses Metall hat von allen Stoffen auf der Welt die höchste Siedetemperatur. Wie das gelungen ist, hat das Budker-Institut für Kernphysik auf seiner Website erklärt.

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    Emiko Paul, Quade Paul, Echo Medical Media; Ron Gamble, UAB Insight
    Demnach wurde das Metall buchstäblich durch die Mangel gedreht: Erst wurde es in einer Kugelmühle pulverisiert, dann wurde es erhitzt und schließlich elektromagnetisch bestrahlt, mit Synchrotronstrahlung. Da konnte selbst dieser harte Brocken nicht mehr und wurde weich. Der ganze Vorgang hat laut dem Institut nur wenige Minuten gedauert.

    Die außergewöhnliche Belastbarkeit von Hafniumcarbid macht es besonders für die Raumfahrtindustrie wertvoll, als Hitzeschild für künftige Raumfähren zum Beispiel. Nur ist dieses Metall nicht gerade billig: Rund 770 Euro kostet ein Kilo.

    Doch die erprobte Technologie kann laut der Mitteilung auch für andere Refraktärmetalle verwendet werden, also besonders hitzebeständiger Metalle wie zum Beispiel Tantal, Wolfram oder Molybdän.

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    Tags:
    Behandlung, Metall, Budker-Institut, Russland