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    Eisberg vor Antarktis-Küste (Archivbild)

    Nasa-Satellit meldet: Mega-Eisberg entsteht vor Antarktis-Küste

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    Eine gerademal fünf Kilometer schmale Eisschnur hält den Larsen-Gletscher an der Antarktis, wie die Nasa anhand von Satellitenbildern festgestellt hat. Reißt der seidene Faden zwischen Gletscher und Eisschild, entsteht ein gigantischer Eisberg von 6.500 Quadratkilometern Fläche – doppelt so groß wie Mallorca.

    Seit 1995 zerfällt der Gletscher schon und in diesem Jahr hat das Zerfallstempo nochmal deutlich zugelegt. Inzwischen trennt den Gletscher von dem Eissockel ein 200 Kilometer langer Spalt, im Dezember letzten Jahres waren es „nur“ 112 Meter.

    „Der Spalt muss nur noch fünf Kilometer überwinden. Dann erreicht er das Wasser des Ozeans“, erklärt Noel Gourmelen von der University of Edinburgh. „Wir haben die Satellitenbilder der Nasa ausgewertet und festgestellt: Der Eisberg wird 190 Meter über dem Wasser emporragen. Unter dem Wasser wird der Eisberg 210 Meter in die Tiefe reichen. Das macht ein Eisvolumen von 1155 Kubikkilometern“, erklärt der Forscher.

    Klimaforscher warnen inzwischen: Vor der Erderwärmung sei vor allem das Eis der Antarktis bedroht, es könne noch vor den Gletschern des Nordpols und Grönlands verschwinden. Dadurch werde der Meeresspiegel katastrophal ansteigen.

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    Entdeckung, Eisberg, Satellit, NASA, Antarktis