19:37 10 Juli 2020
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    Die Entwicklung der Landwirtschaft und die Änderung der Ernährungsgewohnheiten haben laut US-Wissenschaftlern zur Deformierung des menschlichen Schädels geführt, berichtet die Online-Zeitschrift „Proceedings of the National Akademy of Sciences“.

    Eine Gruppe von Anthropologen von der Universität von Kalifornien in Davis (University of California in Davis, UC Davis) hat 559 menschliche Schädel untersucht. Diese stammten aus 20 verschiedenen Zeitperioden. Die Wissenschaftler wollten den Einfluss der Landwirtschaft und damit die Veränderung der Ernährung auf die Form und Größe des menschlichen Schädels herausfinden.

    Es stellte sich heraus, dass die deutlichsten Metamorphosen in den Gruppen mit einem hohen Konsum von Milchprodukten festzustellen waren. Da die Ernährung weicher wurde – Milch, Quark und Käse sind ja viel weicher als Fleisch – waren bestimmte Muskeln weniger Belastungen ausgesetzt und wurden deswegen schwächer. Im Laufe der Zeit verminderte sich der Schläfenmuskel. Er verlagerte sich auch leicht. Als Ergebnis dieser Deformierungen sei auch eine Reihe anderer Veränderungen zu betrachten, so die Wissenschaftler. Der Unterkiefer wurde kleiner und der Oberkiefer verkürzte sich. Es gab eine Verschiebung im Gebiss. Der Kaumuskel wurde kleiner. Dies alles führte dazu, dass sich der Schädel änderte. Starke Kaubewegungen fielen nun schwerer.

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    Tags:
    Milch, Wissenschaftler, Landwirtschaft, Essen, Schädel, Universität von Kalifornien in Davis (University of California in Davis, UC Davis), Kalifornien, USA