16:51 23 Oktober 2018
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    Ryoo Yong-Gyu von der südkoreanischen Erdbebenwarte zeigt auf dem Bildschirm seismische Wellen, die auf der Korea-Halbinsel am 3. September 2017 registriert wurden.

    Experten rätseln über zweiten Erdstoß nach Kims angeblichem H-Bombentest

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    Nach dem Atomversuch in Nordkorea rätseln die Experten von der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) über die Herkunft eines Nachbebens, das kurz nach dem ersten, offenbar durch die Explosion verursachten Erdstoß registriert wurde.

    „Das zweite Signal wurde 8,5 Minuten nach dem Hauptsignal registriert“, teilte Randy Bell, Chef des internationalen Datenzentrums (IDC) der CTBTO, am Sonntag mit. Für seine Herkunft könnte es mehrere Ursachen geben. „Jetzt ist es noch zu früh, zu urteilen, was das genau war. Zusätzliche Untersuchungen sind nötig.“

    CTBTO-Exekutivsekretär Lassina Zerbo sagte seinerseits, dass Nachbeben nach einem Atomversuch keine Seltenheit seien. „Normalerweise gibt es sie serienweise. Diesmal aber gab es nur ein Nachbeben und das erst 8,5 Minuten später. Wir benötigen mehr Zeit für eine Analyse.“

    Nordkorea hatte am Sonntag eine „erfolgreiche“ Zündung einer Wasserstoffbombe gemeldet. Seismologen registrierten ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Nordosten Nordkoreas. Auslöser sei vermutlich eine Explosion gewesen. Laut Experten war das der bisher stärkste Atomversuch des abgeschotteten Landes. Nach Angaben der chinesischen Bebenwarte gab es wenige Minuten nach dem Hauptbeben einen zweiten Erdstoß mit Stärke 4,6 auf der Richterskala.

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