12:05 13 Dezember 2017
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    Mehr als Bärenhunger: Monsterfrosch fraß Dinos – Wissenschaftler

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    Eine internationale Expertengruppe aus den USA, Australien und Großbritannien hat nachgewiesen, dass der Riesenfrosch Beelzebufo ampinga Dinosaurier verspeisen konnte. Das berichtet das wissenschaftliche Portal „Phys.org“.

    Der Riesenfrosch Beelzebufo ampinga, der wegen seiner wissenschaftlichen Bezeichnung (die auf Deutsch "gepanzerte Teufelskröte" bedeutet) auch „Teufelsfrosch“ genannt wird, hat vor ungefähr 68 Millionen Jahren gelebt. Mit 41 Zentimetern Länge und 4,5 Kilogramm Gewicht ist er der wahrscheinlich größte seiner Art gewesen.

    Die ersten Medienberichte über einen Teufelsfrosch gab es bereits im Jahr 1993, als Überreste des Frosches zum ersten Mal entdeckt worden waren. Schon damals hatte man über seine Fähigkeiten spekuliert. Erst jetzt haben Wissenschaftler jedoch herausgefunden, wie gefährlich dieses Tier selbst für Dinos gewesen sein könnte, so das Portal.

    Die Forscher haben Kiefer von Beelzebufo ampinga und anderen Amphibien der Hornfrösche-Familie Ceratophryidae verglichen. Es stellte sich heraus, dass relativ kleine Amphibien einen Biss mit einem Druck bis 30 Newton (etwa drei Kilogramm) machen können. Einige große und in unserer Zeit lebende Hornfrösche könnten bei einem Biss einen viel größeren Druck ausüben – 500 Newton. Bei den Teufelsfröschen seien es 2200 Newton gewesen. Dies entspreche der Beißkraft eines Wolfen oder Tigers.

    Beelzebufo ampinga konnte laut dem Bericht kleine Dinos oder auch erwachsene Reptilien fressen. An der Forschung nahmen Wissenschaftler von der australischen Universität Adelaide (University of Adelaide), der US-amerikanischen polytechnischen Universität in Pomona (California State Polytechnic University) und der Universität von Kalifornien (University of California, Riverside) sowie dem College der Universität London (University College London, UCL) teil.

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    Tags:
    Beelzebufo ampinga, Riesenfrosch, Teufelsfrosch, Frosch, University College London, UCL, University of California, Riverside, California State Polytechnic University, University of Adelaide, Australien, Großbritannien, USA
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