01:31 01 Oktober 2020
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    60 Jahre Weltraumfahrt (13)
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    Vor 60 Jahren, am 4. Oktober 1957, wurde der erste Satellit ins All geschickt: „Sputnik 1“. Das war die Geburtsstunde der Raumfahrt. Seit 1979 gibt es das Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in Berlin-Wuhlheide, damals als „Pionierpark Ernst Thälmann“ eröffnet. Von Beginn an gehört das heutige „Orbitall“ dazu, wo junge Raumfahrer trainieren.

    Das „Orbitall“ ist ein Zentrum für Kinder und Jugendliche, die sich für Raumfahrt interessieren und vielleicht selbst einmal ins All fliegen wollen. Sie können dort in nachgebauten Raumschiffen und Raumstationsmodulen lernen und an Geräten eine Raumfahrerausbildung absolvieren.

    Aus Anlass des Jubiläums des Startes von Sputnik 1 lädt das „Orbitall“ jährlich an mehreren Tagen Anfang Oktober zu Veranstaltungen zum Thema Raumfahrt und Kosmos ein, so auch in diesem Jahr vom 30. September bis 3. Oktober. „[T]Raumzeit“ war das Motto der Vorträge, Ausstellungen und Aktivitäten zum Selbermachen. Wir waren am 1. Oktober dort und haben uns umgesehen.

    Der Informatiker Hubert Zitt erklärte an dem Sonntag den interessierten Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern, wie aus vielen technischen Visionen der US-Serie „Star Trek“ bereits Realität wurde, vom Klapp-Handy über den Flachbildschirm bis hin zu sich selbst öffnenden Türen. Wir haben den Hochschullehrer für Informatik und Elektronik danach in einem nachgebauten „Star Trek“-Raumschiff gefragt, wie 60 Jahre Raumfahrt das Leben der Menschen verändert haben und was er für die Zukunft noch erwartet.

    Ich habe auch mit Kindern gesprochen, die an dem Tag mit ihren Eltern ins „Orbitall“ kamen, was sie an der Raumfahrt und am Kosmos fasziniert. Der sechsjährige Jakob war ganz angetan vom kosmischen Angebot im FEZ und findet den Mars ganz toll. Jannik (13) und Fabian (12) hatten sich vor allem von den „Star Trek“-Angeboten anlocken lassen. Sie verrieten, was sie an der Raumfahrt fasziniert. Erik (11) war mit einer Daten-Brille virtuell auf der Raumstation ISS und berichtete von seinen Eindrücken dabei.

    Wie viele Kinder und Jugendliche, Jungs und Mädchen, sich an den vier Tagen für einen künftigen Raumflug, gar für einen Flug zum Mars, anmeldeten, wissen wir nicht. Sicher haben die Veranstaltungen des „Orbitalls“ viele von ihnen angeregt, sich mehr mit der Raumfahrt, ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft zu beschäftigen. Ich habe übrigens selbst das Kosmonauten-Training ausprobiert und für kurze Zeit ahnen könne, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt.

    Ein Bericht von Tilo Gräser; Kamera: Philipp Mandelartz

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    Zentrum, Jugendliche, Raumfahrt, Sputnik-1, Weltraum, Deutschland