05:16 19 Juni 2018
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    Ein astronomisches Observatorium in Russland (Archivbild)

    Knapp verschont: Immanuel-Kant-Uni modelliert Flugbahn von Asteroid 2012 TC4

    © Sputnik / Maria Plotnikowa
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    Am 12. Oktober 2017 wird der Asteroid 2012 TC4 an der Erde vorbeifliegen. Der Kleinplanet hat einen Durchmesser von nur 13 Metern und um ihn zu sehen, braucht man selbst im Moment seiner maximalen Annäherung an die Erde ein sehr leistungsstarkes Teleskop

    Am 12. Oktober um 06:42 Uhr wird die Entfernung zwischen der Erde und dem Asteroiden nur 50 000 Kilometer betragen. Nach kosmischen Maßstäben ist das sehr wenig. Zum Vergleich: Die Entfernung zwischen der Erde und dem Mond ist sieben Mal größer. Nur wenige Himmelskörper fliegen so nah an unserem Planeten vorbei und jedes Mal schürt das große Ängste — und zwar zu Recht: Immerhin könnten die Folgen äußerst schwerwiegend sein, denn selbst der Aufprall eines kleinen Asteroiden kann immense Schäden verursachen. Ungefähr dieselbe Größe hatte beispielsweise der Himmelskörper, der den Meteoritenfall in Tscheljabinsk im Februar 2013 ausgelöst hatte.

    Zum Glück beobachten Astronomen sehr aufmerksam alle potenziellen „unerwünschten Gäste“ und analysieren die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf die Erde. Mit modernen Computerprogrammen können sie die Flugbahnen der Himmelskörper kalkulieren und prognostizieren.

    Die Mitglieder der Astronomischen Gemeinschaft der Baltischen föderalen Universität „Immanuel Kant“ haben  ihren Beitrag dazu geleistet und mithilfe des so genannten „Astro-Models“  die Flugbahn von 2012 TC4 berechnet.

    Alexej Baigaschow, Leiter der Astronomischen Gemeinschaft der Baltischen föderalen Universität „Immanuel Kant“ betonte: „Unsere Feststellung ist eindeutig: Der kleine Asteroid wird tatsächlich unweit der Erde fliegen aber seine Flugbahn wird außerhalb unseres Planeten liegen – da braucht man keine Angst zu haben. Die Ergebnisse unserer Kalkulation stimmen mit den internationalen Forschungen überein: Führende Expertengemeinschaften halten die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit diesem Kleinplaneten für äußerst gering. Diese liegt bei mehreren Millionsteln eines Prozents.“

    Dank der Experten der Baltischen Universität kann man sich schon jetzt eine Simulation des Flugs von 2012 TC4 ansehen. Dafür muss man sich nur ein Video anschauen, auf dem die vom „Astro-Model“ berechnete Flugbahn des Planetoiden gezeigt wird.

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    Tags:
    Asteroid, Immanuel-Kant-Universität, Kaliningrad, Russland