07:10 21 November 2017
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    Ein außerirdischer Ozean

    Untergetaucht: Zwischen Aliens und Menschen liegen Wasserwelten

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    Wenn es so viele außerirdische Zivilisationen gibt, warum haben wir immer noch keinen Kontakt zu ihnen? Diese Frage – auch als Fermi-Paradoxon bekannt – treibt die Wissenschaft um. Der Astrophysiker Alan Stern, Leiter der New Horizons-Mission, hat auf einer Fachtagung in den USA seine Antwort darauf präsentiert.

    Damit Leben entstehen kann, müssen viele Faktoren stimmen – im Grunde muss eine Umgebung her so einzigartig wie unsere Erde. Doch wo gibt es schon unseren Planeten ein zweites Mal? Und so erklären sich die meisten Wissenschaftler, warum wir keine Außerirdischen kontaktieren konnten: Keine zweite Erde, kein anderes Leben.

    Dann gibt es noch eine ganze Reihe von Wissenschaftlern mit ihren teils sehr eigensinnigen Ideen und Ansätzen. Der Astrophysiker Alan Stern hat jüngst seine Lösung des Paradoxons vorgeschlagen.

    Er hat nämlich die Liste jener Exoplaneten unter die Lupe genommen, die vor kurzem in der habitablen Zone entdeckt wurden – dem Bereich, wo das Wasser auf den Himmelskörpern in flüssigem Zustand existieren kann. Dabei ist dem Nasa-Wissenschaftler Folgendes aufgefallen: Alle erdgroßen Planeten in dieser Zone waren keine öden Steinwüsten, sondern regelrechte Ozean-Welten, teils flüssig, teils mit einer Eiskruste bedeckt.

    Solche Wasser-Welten – besonders wenn sie unter einer Eiskruste bedeckt sind – müssen Berechnungen des Forschers zufolge sehr viel lebensfreundlicher sein als „offene“ Planeten wie unsere Erde. Dort, in den Tiefen dieser Ozeane sei Leben bestens geschützt und könne gut gedeihen, so seine Annahme.

    „Die Ozean-Welten sind eine perfekte Umgebung für die Entstehung der Erde. Die Bedingungen in den Gewässern sind praktisch unabhängig davon, um welche Sterne diese Planeten kreisen und wie weit sie davon entfernt sind“, sagt Stern. „Auch werden nicht gefährdet durch Sternexplosionen, Meteoriteneinschläge, Klimaschwankungen und Ähnliches.“

    Fast schon paradiesische Zustände. Aber: „Die Einwohner solcher Welten können sich nicht mal vorstellen, dass es jenseits ihres Planeten noch andere Planeten und Sterne, überhaupt das Weltall gibt. Was für uns der Flug in den Weltraum ist, ist für sie wahrscheinlich das Verlassen ihrer Wasserwelt. Eben deshalb werden wir in nächster Zukunft etwas von ihnen und sie etwas von uns hören“, sagte der Wissenschaftler.

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    Tags:
    Leben, Außerirdische, Forscher, Wissenschaftler, NASA, USA
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