13:38 31 Oktober 2020
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    Die künstliche Intelligenz hebt die Welt aus den Fugen und bereitet den Boden für einen Umsturz in der internationalen Politik, wie die französische Zeitung „Le Monde“ schreibt. Es bedarf der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um dieser Problematik Herr zu werden.

    Washington und Peking geben demnach Milliarden für die Entwicklung von Militärrobotern aus. Sie werden die heutigen Vorstellungen von einem Krieg ebenso verändern, wie dies einst die Atomwaffen getan haben.

    Auch die Kunst der Kriegsführung werde sich durch den Einsatz autonomer Waffen grundlegend wandeln, so das Blatt. Schon heute stelle die künstliche Intelligenz eine Gefahr für das strategische Gleichgewicht der Kräfte dar.

    Aber auch im Inneren drohen den Staaten massive Umwälzungen. Ein Bericht an die US-Führung aus dem Jahr 2016 warnt laut dem Blatt: Der wachsende Anteil von KI-Technologien an Arbeitsprozessen könnte bis zum Jahr 2050 zur Massenarbeitslosigkeit männlicher Beschäftigter im Alter zwischen 25 und 54 Jahren führen.

    Bei alledem unterliegt die Entwicklung künstlicher Intelligenz derzeit keiner Regelung. Die Technologie entwickle sich schneller, als die Politik hinterherkomme, betont das Blatt.

    Deshalb müsse ein Mechanismus ausgearbeitet werden, über den die Politik, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft diese Entwicklung steuern können, fordert die Zeitung. Der Westen werde dabei sicherlich nicht mehr der einzige „Steuermann“ bleiben.

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    Tags:
    Machtergreifung, Zukunft, künstliche Intelligenz, Gehirn, Prognose, Roboter, Le Monde