10:21 11 August 2020
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    Forscher aus Frankreich und den USA sind nach dem eingehenden Studium der vom Mars-Rover „Curiosity“ gelieferten Daten zur Schlussfolgerung gelangt, dass die „Flussläufe“ auf dem Mars ohne die Einwirkung von Wasser entstanden sein konnten. Dies berichtet der russische TV-Sender Swesda unter Verweis auf die Fachzeitschrift „Nature Geoscience“.

    Bei dem Studium des Aufbaus der „Schluchten“ und „Kanäle“ haben die Wissenschaftler somit festgestellt, dass das Auftauchen dieser Strukturen auf dem Roten Planeten durchaus das Ergebnis der Einwirkung von Wasserstoffdioxid in festem Zustand sein kann, das bei einem starken Absinken der Temperatur als Untergrund für das Gleiten von Bodenteilchen dienen kann.

    Aufnahmen der Marsoberfläche, die die Nasa-Raumsonde „Mars Reconnaissance Orbiter“ gemacht hatte, sollen die Schlussfolgerungen der Forscher bekräftigt haben, schreibt das Fachmagazin „Nature Geoscience“.

    Früheren Meldungen war zu entnehmen, dass man bei der Nasa zum Schluss gelangt sei, dass es auf dem Mars vor etwa vier Milliarden Jahren ganze Ströme von Wasser gegeben habe, das sich auch am Berg „Mount Sharp“, den der Mars-Rover jetzt erkundet, in Seen gesammelt habe.

    Der Mars-Rover „Curiosity“ der Nasa war vor fünf Jahren auf dem Mars gelandet, um dort nach Spuren von früherem Leben zu suchen. Der Rover ist 900 Kilogramm schwer, seine Abmessungen betragen drei mal 2,8 Meter, was ihn zum bisher größten Forschungsmobil macht, das auf den Roten Planeten geschickt wurde. „Curiosity“ sollte eigentlich nur zwei Jahre lang die Marsoberfläche erkunden, ist aber immer noch in Betrieb und liefert den Wissenschaftlern auf der Erde wichtige Daten.

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    Tags:
    Studie, Wasser, Forscher, Mars