SNA Radio
    Jugend (Symbolbild)

    Ist „Ewige Jugend“ möglich? – Mathematiker geben Antwort

    CC0 / Pixabay
    Wissen
    Zum Kurzlink
    2154
    Abonnieren

    Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus der University of Arizona (Tuscon, US-Bundesstaat Arizona) hat mathematisch nachgewiesen, ob Menschen auf „Ewige Jugend“ hoffen dürfen, meldet das Portal „Science Alert“ am Mittwoch.

    Ein wissenschaftlicher Bericht dazu ist in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy“ erschienen, die von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA (National Academy of Sciences, NAS) herausgegeben wird. Das Portal „Science Alert“ hat seine Leser nun kurz mit den wichtigsten Thesen der Forschungsarbeit bekannt gemacht.

    Die Gentechnik versucht effektive Wege zur Bekämpfung des Alterns zu finden. Die Wissenschaftler wollen unter anderem Pigmentzellen – die so genannten Melanozyten – unterdrücken, die das Haar ergrauen lassen. Darüber hinaus versuchen sie andere Zellen — Fibroplasten — dazu zu bringen, Kollagen (Strukturprotein, das hauptsächlich im Bindegewebe vorkommt) auch im hohen Alter weiter genügend zu produzieren. Gerade Kollagenmangel führt zu Falten.

    Laut Wissenschaftlern ist es aber unmöglich, irgendwelche schädliche oder alte Zellen ohne Folgen zu ersetzen. Dadurch würden neue Problemzellen entstehen. Dies wurde mathematisch bewiesen.

    An der University of Arizona haben Forscher ein mathematisches Modell entwickelt, das auf der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Auswirkungen der somatischen Mutationen und der anderen Degradationsarten der Zellen basiert. Anhand der gesammelten Daten wurden Zellgenotypen beschrieben. Jede Zelle analysierten die Wissenschaftler nach zwei Parametern: Konkurrenzpotential und dem Beitrag zur Lebensfähigkeit des Organismus.

    Laut der Evolutionsbiologin Joanna Masel ist die menschliche DNA so gestaltet, dass die Jagd nach der „ewigen Jugend“ unbedingt zu anderen Problemen führt. Die Forscher haben eine Regelmäßigkeit abgeleitet, laut der Krebszellen im Organismus entstehen, wenn man versucht, alternde Zellen loszuwerden.

    „Das Altern ist mathematisch unvermeidlich“, sagte Masel. „Logisch, theoretisch und mathematisch gibt es einfach keinen Ausweg“.

    Andererseits, wenn man beginne, Krebszellen zu bekämpfen, würden andere – noch gesunde aber schon alte – Zellen alle sichtbaren Zeichen des Alters „herauslassen“: Falten, trockene Haut, graue Haare.

    „Tut uns leid“, fügte das Portal hinzu.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ewige Jugend: Männliches Hormon kämpft gegen Zellalterung
    Forscher fanden effektive und sichere Wunderwaffe gegen Altern
    Bahnbrechende Entdeckung: Wie Forscher das Altern aufhalten und umkehren
    Tags:
    Mathematik, Ewige Jugend, Organismus, Zellen, Altern, Krebs, Arizona, USA