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    NASA-Forschungsmission in der Arktis (Archivbild)

    Ozonloch auf Größe von 1988 geschrumpft – wirkt das FCKW-Verbot?

    © NASA. Kathryn Hansen
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    Größer als Russland ist das Ozonloch über dem Südpol immer noch. Aber immerhin ist es jetzt um ein Viertel kleiner als vor 26 Jahren. Ein Grund zum Jubeln für die Umweltschützer? Mitnichten, berichtet das Portal „newsru“.

    Die Nasa hatte es beobachtet, die US-Behörde für Wetter- und Ozeanografie hat es bestätigt: Das Ozonloch über der Antarktis ist von 26 Millionen Quadratkilometern im Jahr 1991 auf unter 20 Millionen Quadratkilometer geschrumpft.

    „In diesem Jahr war das antarktische Ozonloch ausgesprochen schwach. Das ist das, womit wir gerechnet haben, angesichts der Wetterbedingungen in der antarktischen Stratosphäre“, sagte Paul Newman, leitender Geowissenschaftler bei der Nasa, laut dem Portal.

    Dass das Ozonloch in diesem Jahr geschrumpft ist, liegt auch an dem instabilen und deutlich wärmeren als üblich antarktischen Wirbel. Dieser ist im Grunde ein Tiefdruckgebiet, das sich in der Atmosphäre in den südlichen Breiten im Uhrzeigersinn dreht – ähnlich dem Polarwirbel über der nördlichen Halbkugel.

    Was Löcher in die Ozonschicht unserer Atmosphäre frisst, sind ja gefährliche FCKW-Verbindungen. Der Luftstrudel über der Antarktis hat indes dazu geführt, dass sich weniger stratosphärische Wolken über dem Südpol bilden, die die gefährlichen Reaktionen dieser Stoffe katalysieren.

    Ein Grund zum Aufatmen ist der diesjährige Rückgang des Ozonlochs also nicht: Der Anteil ozonschädlicher FCKW-Verbindungen in der Atmosphäre ist nach wie vor hoch. Dass das Ozonloch geschrumpft ist, geht lediglich auf eine günstige Wetteranomalie zurück.

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    Tags:
    Umwelt, globale Erderwärmung, Ozonloch, schrumpfen, NASA, Arktis