09:03 18 Juli 2018
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    Mars (Symbolbild)

    Forscher enthüllen, wer als Kolonist zum Mars fliegen könnte

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    Regenwürmer können in einem der Marserde nachempfundenen Boden existieren und sich sogar vermehren. Dies haben Forscher der niederländischen Universität Wageningen festgestellt, wie das Portal Phys.org berichtet.

    Für ihr Experiment nahmen die Forscher demnach als Analog für den Marsboden den ähnlich unfruchtbaren hawaiischen Vulkansand. Dabei soll der „Marsboden“ mit Erdbakterien und Schweinegülle angereichert und mit Rucola bepflanzt worden sein. Danach hätten die Wissenschaftler darin Regenwürmer freigesetzt. 

    Die Forscher fanden dem Bericht zufolge heraus, dass die Würmer diesen Boden wie unter gewöhnlichen Bedingungen mit organischen Verbindungen durchmischten, wodurch für Pflanzen wichtiges Nitrogen, Phosphor und Kalium produziert worden sei. Zudem legten sie Gänge im Boden an, dank denen die Pflanzen Wasser und Luft bekamen.

    Die Forscher kamen aber zu einem weiteren überraschenden Ergebnis: Die Regenwürmer hatten den Aufenthalt im nachgebildeten Marsboden nicht nur erfolgreich überstanden, sie hatten sich sogar vermehrt.

    „Die größte Überraschung kam jedoch gegen Ende des Experiments, als wir zwei junge Würmer in der simulierten Marserde fanden“, heißt es im Artikel.

    „Diese Experimente sind wichtig, um herauszufinden, wie sich Menschen auf dem Mars am besten selbst versorgen können“, so Forscher weiter, weil ein nachhaltig aufgebautes, geschlossenes Ökosystem als wichtige Voraussetzung für die Ernährung und das Überleben der Menschen auf dem Roten Planeten gelte.

    „Die Regenwürmer könnten in einem Marsgewächshaus eine entscheidende Rolle spielen, weil sie tote organische Materie zersetzen und recyceln.“

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    Leben, Forscher, Mars
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