06:36 11 Dezember 2017
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    Zukunftsstadt (Symbolbild)

    Die letzte Chance: Mammut-Projekte zum Schutz von Metropolen

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    Forscher warnen vor zunehmend mehr Naturkatastrophen wegen der globalen Erwärmung. Einige Städte und sogar ganze Regionen drohen, wegen Stürmen oder des steigenden Meeresspiegels von der Karte zu verschwinden. Doch zahlreiche schlaue Köpfe stellen sich der Herausforderung. Sputnik zeigt die größten Projekte zum Schutz von Metropolen.

    Bloomberg-Plan, New York

    Der Big Apple ist klimatisch eine der anfälligsten Metropolen der Welt. Nasa-Prognosen zufolge könnte die Stadt bereits im kommenden Jahrhundert völlig untergehen. Um die Stadt davor zu schützen, hat 2013 der damalige Bürgermeister New Yorks Michael Bloomberg einen ehrgeizigen Plan vorgestellt, der bewegliche Flutschutzwände, hohe Deiche und ein System aus Fluttoren vorsieht. Die Empfehlungen enthalten auch neue architektonische Entscheidungen mit Rückblick auf die Folgen des Wirbelsturms „Sandy“.

    Schwimmende Häuser, Amsterdam

    Schwimmende Häuser erschienen in Amsterdam ursprünglich wegen des Wohnflächenmangels nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute sieht man darin ein Wohnkonzept der Zukunft, das vor Überschwemmungen retten kann. Wasserhäuser sind mobil und können notfalls geschleppt werden. Und wenn das Wasser steigt, hebt es die Häuser einfach um ein paar Meter an. Solche Amphibienhäuser sind aber teuer zu erhalten: Die Besitzer sollen Wasserzins, Anlegeplatz und eine erforderliche Rostreinigung des Schiffsbodens bezahlen.

    Künstlicher Berg, Vereinigte Arabische Emirate

    Ob Wolkenkratzer in der Wüste oder künstliche Inseln, die VAE wagen die wohl ehrgeizigsten Projekte der Welt. Im Mai 2016 wurde bekannt, dass die Scheichs mitten in der Wüste einen Berg aufschütten lassen wollen, um mehr Niederschläge für die trockene Region zu erzeugen. Der künstliche Berg soll die Luft dazu bringen, aufzusteigen und Wolken zu bilden, die dann für die Bewässerung der Region sorgen würden.

    Gigantisches Bollwerk, London

    Thames Barrier
    © AFP 2017/ Carl Court
    Thames Barrier

    Die Thames Barrier gehört mit einer Breite von 520 Metern zu den weltweit größten Sturmflutsperrwerken und soll London vor den hohen Fluten der Nordsee schützen. Sie wurde 1983 in Betrieb genommen. Doch zum Jahr 2030 wird sie Experten zufolge nicht mehr standhalten können. Sie soll durch ein neues Sperrwerk ersetzt werden, das vor deutlich höheren Fluten schützen soll.

    Astana, Kasachstan

    Astana, Kasachstan
    © Sputnik/ Alexander Yurjew
    Astana, Kasachstan

    Astana setzt bereits seit Jahren erfolgreich ein Projekt zur Verwandlung der trockenen Stadt in eine Art riesigen Garten um. Zum Jahr 2020 soll die Gesamtfläche der Wälder und Gärten rund um die Hauptstadt des Landes 100.000 Hektar erreichen. Damit soll die Stadt abgekühlt und die Flüssigkeit im Boden bewahrt werden. Ein solch großes Territorium der Wüste abzugewinnen, ist bislang noch keinem gelungen. Fachleute wählen für das Projekt ausschließlich Pflanzen, die im rauen kasachischen Klima überleben können. Setzlinge werden in Baumschulen mit einer Fläche von 349,5 Hektar gezüchtet.

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    Projekte, Städte, Infrastruktur, Umweltschutz, Michael Bloomberg, England, Amsterdam, Dubai, London, Niederlande, New York, Astana, Kasachstan, Großbritannien, USA
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