22:43 17 Dezember 2017
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    Jamaika (Symbol)

    „Jamaika-Aus“ zum Wort des Jahres 2017 gekürt

    © REUTERS/ Wolfgang Rattay
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    Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden hat „Jamaika-Aus“ zum Wort des Jahres gekürt und eine Liste weiterer Begriffe veröffentlicht, die laut Sprachexperten für 2017 besonders wichtig waren.

    Das Wort "Jamaika" hat demnach in Deutschland eine neue Bedeutung bekommen. Es sei nicht nur der Name des Staates. Die Farben seiner Flagge stünden für die (gescheiterte) schwarz-gelb-grüne Koalition. Darüber hinaus sei die Aussprache eingedeutscht worden. Anstelle des „Dsch“ werde am Wortanfang zunehmend ein „J“ gesprochen. Mit dem Zusatz "Aus" werde umgangssprachlich auf das erfolglose Ende der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen verwiesen.

    Jugendliche (Archivbild)
    © Sputnik/ Michail Fomitschew
    Auf dem zweiten Platz landete „Ehe für alle“. Die Jury wählte dieses Wort im Zusammenhang mit dem Bundestagsbeschluss vom 30. Juni, laut dem seit 1. Oktober 2017 die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gilt.

    Auf dem dritten Platz ist das englische „Me too“ zu sehen. Unter diesem Hashtag sei im Internet eine Kampagne zur Anprangerung sexueller Übergriffe gelaufen. Millionen von Frauen berichteten unter diesem Wort über eigene derartige Erlebnisse, so die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag auf ihrer offiziellen Internet-Seite.

    Die Wörter des Jahres:

    1. Jamaika-Aus
    2. Ehe für alle
    3. #MeToo
    4. covfefe
    5. Echokammer
    6. Obergrenze
    7. Diesel-Gipfel
    8. Videobeweis
    9. »Denkmal der Schande«
    10. hyggelig

    Tags:
    Wort des Jahres, Jamaika-Koalition, Sprache, Gesellschaft für deutsche Sprache, Deutschland
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