12:44 31 März 2020
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    Der Siemens-Konzern hat an der Polytechnischen Universität Sankt Petersburg (SPbPU) “Peter der Große” das einzigartige Forschungslabor „Industrielle Systeme für Künstliche Intelligenz“ eröffnet. Außerdem wurde ein Vertrag über die strategische Partnerschaft der Hochschule mit Siemens unterzeichnet.

    Wie aus der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, ist das ins Leben gerufene Labor Teil des Investitionsprogramms von Siemens im Bereich der digitalen Forschung und Entwicklung (FuE). In den Jahren 2016 und 2017 Jahren überwies der Konzern der Universität 40 Millionen Rubel, von denen 21 Millionen unmittelbar ins Projekt zur Errichtung des Labors investiert wurden. Von diesen Geldmitteln wurden unter anderem ein Supercomputer sowie Sets für die Entwicklung von eingebauten Systemen für Künstliche Intelligenz (KI), Servertechnik und Systeme für Datenspeicherung sowie Geräte für die Organisation von acht Arbeitsplätzen (Notebooks, Monitoren, PCs usw.) angeschafft.

    Der im Labor eingerichtete Supercomputer mit einer Rechenleistung von etwa 1 Petaflops löst Aufgaben auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens. Er ist das einzige System dieser Klasse in Russland, das über die neuesten Rechenmaschinen verfügt. Mit dem Supercomputer lassen sich Aufgaben des tiefen maschinellen Lernens mit Einsatz von Technik mit Petaflops-Rechenleistung im Mehrbenutzermodus lösen.

    „Siemens verfügt über die großartige Expertise auf dem Gebiet der Digitalisierung, und mit diesem Labor kann diese Erfahrung für die Bedürfnisse der russischen Industrie noch effektiver angewendet werden“, hob der Präsident von Siemens Russland, Dietrich Meller, bei der feierlichen Eröffnung des Labors hervor. Seiner Meinung nach „ist das ein weiterer Schritt in die Entwicklung der lokalen digitalen Projekte, die derzeit für das Unternehmen neben anderen Projekten auch vorrangig sind“.

    Das neue Labor wird größtenteils für die Lösung aktueller Aufgaben für die Bedürfnisse der Industrie mit Nutzung von großen Daten zuständig sein. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz werden industrielle Systeme und Apparate kontrolliert und analysiert. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden in der Öl- und Gasindustrie, der Stromindustrie und auf anderen hochtechnologischen Gebieten sowohl in Russland als auch im Ausland verwendet.

    „Im Institut für Computerwissenschaften und Technologien der SPbPU werden seit vielen Jahren Forschungen auf dem Gebiet der industriellen Automatisierung und im Bereich der Künstlichen Intelligenz durchgeführt – genau das wurde die Voraussetzung für die Schaffung des Labors ‚Industrielle Systeme für Künstliche Intelligenz‘“, sagte der Rektor der SPbPU und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, Andrej Rudskoj, bei der Eröffnungszeremonie des Labors.

    Ihm zufolge werden an den Leistungen des Supercomputerzentrums „Polytechnischeski“ und neuen eingebauten “smarten” Plattformen von Siemens Forschungen zur Integration der Künstlichen Intelligenz und des Internets der Dinge geführt. Außerdem äußerte er die Überzeugung, dass das heute unterzeichnete Abkommen mit Siemens über strategische Partnerschaft einen neuen Impuls für die Entwicklung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf zentralen Gebieten geben wird.

    Wie auf der Eröffnungszeremonie betont wurde, wird Siemens 2018 und in den folgenden Jahren auch weiter in die Ausstattung des in der SPbPU ins Leben gerufenen Labors investieren sowie zur Beschaffung von industriellen Aufträgen beitragen.

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    Tags:
    Wissenschaftler, Computer, Entwicklung, Siemens, Deutschland, Russland