09:19 10 Dezember 2019
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    Kampf den Stadtratten: Forscher finden milde Methode

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    Stadtratten zu vergiften, ist zwar effektiv, aber für andere Tiere nicht ungefährlich – und vor allem unmenschlich. Besser wäre es, wenn Ratten gar nicht erst geboren würden. Biologen von der University of Edinburgh wissen jetzt, wie man das erreicht. Die Agentur Reuters berichtet.

    Genmodifikation soll die Lösung bringen. Die Biologen wollen laut der Agentur die Fruchtbarkeit weiblicher Tiere durch Eingriffe ins Erbgut beeinträchtigen.

    Mittels einer speziellen Technologie sollen die Stadtratten mit genveränderten Bakterien infiziert werden. Die Tiere würden dadurch entweder gänzlich unfruchtbar, oder die Wahrscheinlichkeit von weiblichem Nachwuchs würde derart sinken, dass die Fortpflanzung nach einer gewissen Zeit „naturgemäß“ unmöglich werden würde.

    Diese Methode sei humaner und weniger gefährlich als der Einsatz von Gift, sagen die Forscher laut der Agentur.

    Noch werde diese Methode jedoch nicht angewandt, schreibt die britische Zeitung „The Daily Mail“. Es gebe die Gefahr, dass die Ansteckung vor den Stadtgrenzen nicht haltmache und auch auf Tiere in ländlichen Gebieten übergreife.

    Dies könne theoretisch dazu führen, dass überhaupt alle Ratten aussterben, so das Blatt. Ob die Natur einen solchen Eingriff verkraften würde, sei überaus fraglich. Daher seien weitere Labortests dringend geboten.

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    Gen, Forscher, Vernichtung, Kampf, Stadt, Ratte, Daily Mail, Reuters