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    Medikament oder Gift? Forscher warnen vor Einnahme dieser Medizin

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    Forscher von der britischen Newcastle University haben die Einnahme häufig verschriebener Schmerzmittel mit Fettleibigkeit, Schlafstörungen und Herzkrankheiten verbunden. Die aktuelle Forschung hat das Wissenschaftsjournal „PLoS ONE“ veröffentlicht.

    Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 133.000 Patienten, die Opium enthaltende Schmerzmittel einnehmen. Es habe sich herausgestellt, dass sie im Vergleich zu denjenigen Patienten, die andere Arzneiarten einnehmen, häufiger an Fettleibigkeit, Schlafstörungen und Herzkrankheiten litten.

    Opioide werden oft gegen ständige, schwer behandelbare Schmerzen verschrieben, wie beispielweise Migräne oder Rückenschmerzen. 2016 sollen in Großbritannien 24 Millionen Rezepte für diese Medikamente ausgeschrieben worden sein, was zweimal mehr als 2006 sei.

    Mehr zum Thema: Dieses Produkt kann Herzanfall verhindern – Studie

    Laut der führenden Autorin, Doktor Sophie Cassidy, ist der Zusammenhang zwischen Schmerzmitteln und Herzerkrankungen sowie der metabolischen Gesundheit nicht völlig klar. Dennoch die „starke Assoziation“ soll Bedenken bei den Ärzten hervorrufen.

    „Der nächste Schritt ist herauszufinden, was als erstes entsteht: Sind alle diesen Patienten krank, nehmen sie deshalb Medikamente und sind sie deshalb weniger aktiv und schlafen schlechter oder ist das ein komplexeres Problem? Diese Arzneimittel können auf den Schlaf einwirken“, so die Forscherin.

    Laut dem Internationalen Suchtstoffkontrollrat (INCB) werden in den USA wesentlich mehr Opioide verschreiben, als in jedem anderen Land der Welt: ungefähr sechsmal mehr als in Frankreich oder um das Doppelte mehr als in Deutschland. Die Todeszahl an Opioide-Überdosis ist in den USA zwischen 2000 und 2014 um das Doppelte angestiegen, teilen US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) mit.

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    Tags:
    Gesundheit, Medikamente, Arzt, Medizin, USA, Großbritannien