01:35 20 Oktober 2018
SNA Radio
    Trägerrakete Sojus-2.1b startet vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny, 28. November 2017

    Roskosmos nennt Grund für jüngsten Sojus-Absturz

    © Sputnik / Ramil Sitdikow
    Wissen
    Zum Kurzlink
    3553

    Das nicht korrekte Funktionieren der Software-Algorithmen hat zusammen mit den nicht berücksichtigten Besonderheiten des Startazimuts vom neuen Weltraumbahnhof Wostotschny zum Absturz der Raketenoberstufe „Fregat“ mit 19 Satelliten an Bord geführt. Das teilte der erste Vizechef der russischen Raumfahrtbehörde, Alexander Iwanow, am Montag mit.

    „Der Funktionsalgorithmus des Steuersystems führte dazu, dass die Orientierung des Blocks nach der Abtrennung von der Trägerrakete nicht korrekt bestimmt wurde. Dabei wurden die Startazimute der Trägerrakete und des Antriebsblocks auf dem Startkomplex falsch ausgerichtet“, sagte Iwanow. 

    Nach dem Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete am 28. November sind alle 19 Satelliten, die sie an Bord hatte, in den Atlantischen Ozean gestürzt, darunter auch der deutsche Satellit D-Star One. Die Hauptfracht war der russische Wettersatellit Meteor-M. Zudem führte die Trägerrakete 18 kleinere Satelliten aus Russland, Kanada, Norwegen, Japan, Schweden, USA und Deutschland mit.

    Das war der zweite Start vom neuen russischen Weltraumbahnhof im Amur-Gebiet an der Grenze zu China. Der erste Raketenstart von Wostotschny am 28. April 2016 war erfolgreich verlaufen. Er fand allerdings mit einem Tag Verspätung statt, weil an der Trägerrakete ein technischer Defekt entdeckt worden war.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russische Sojus-Rakete bringt „Meteor“ ins All – VIDEO
    Russisches Know-how und Sojus-Raketen für Europas Raumfahrt
    Französischer Park will Sojus-Kapsel kaufen - Medien
    Nach „Sojus“-Kritik: Russische Botschaft rät Briten per iPhone ins All zu starten
    Tags:
    Grund, Absturz, Rakete, Weltraumbahnhof, Sojus-2.1b, Wostotschny, Russland