04:20 27 April 2018
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    Balalaika-Konzert

    Forscher aus Kaliningrad entwickeln Neuro-Balalaika, die Gedanken weitergeben kann

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    Gedankenübertragung leicht gemacht: Wissenschaftler vom Institut für Life Sciences der Kaliningrader Kant-Universität haben ein Tool entwickelt, mit dem Menschen kraft des Gedankens Geräte steuern können.

    „Balalaika“ heißt das neue Tool. Seine Kernaufgabe: bestimmte elektrophysiologische Parameter registrieren – die Gehirn- und Muskelaktivität zum Beispiel – und diese Information an andere Geräte weitergeben.

    Mit dem neuen Neuro-Tool können Menschen beispielsweise einen Rollstuhl oder ein Exoskelett steuern, ohne Knöpfe drücken oder Hebel in Bewegung setzen zu müssen.

    „Man hebt eine Hand und ein Roboter in der Nähe hebt auch seine Hand. Bislang haben wir weder auf Ausstellungen noch bei Contests ein anderes vergleichbares Gerät gesehen, das von Grund auf in Russland entwickelt worden wäre“, sagte der Institutsdirektor Maxim Patruschew.

    Seinen Namen verdankt das Neuro-Tool den Romanen des russischen Science-Fiction-Autors Wadim Panow. Dieser beschreibt ein vielseitiges Gerät, das den Menschen in allen möglichen Situationen das Leben erleichtert.

    „Mit dem berühmten Musikinstrument hat unsere ‚Balalaika‘ aber genau so viel gemeinsam wie ‚Apple‘ mit Äpfeln. Es hat einfach, wie wir hoffen, einen hohen Wiedererkennungswert“, erklärt die Vize-Institutsdirektorin Natalia Schuscharina.

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    Tags:
    Neurochirurgie, Experiment, Wissenschaftler, Forschung, Apple, Baltische Föderale Immanuel-Kant-Universität, Kaliningrad, Russland