23:01 18 Juni 2019
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    Haben Sie Krebs? Das könnte ein Signal sein

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    Forscher von der Universität Kopenhagen vermuten, dass die Entwicklung von Krebs mit der Präsenz des Ferments GalNAc-T6 im Dickdarmgewebe verbunden sein könnte. Die Ergebnisse der entsprechenden Forschungen wurden im Fachmagazin „Journal of Biological Chemistry“ veröffentlicht.

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es dieses Ferment in gesunden Geweben nicht gebe – dafür aber in Krebszellen. GalNAc-T6 soll die Verwandlung von gesunden Zellen in ungesunde durch die Vereinigung von Zuckermolekülen mit gewissen Proteinen provozieren. Das führt zur Veränderung der Struktur von Zellen sowie zu ihrer Aggregation. Zellen mit glykosylierten Proteinen, zu denen auch Zuckerüberreste hinzukommen, entwickeln sich weiter als Krebszellen.

    „Wenn wir GalNAc-T6 entfernen, verändern sich die Gewebeformationen und sehen wie Vertiefungen des Schleimhaut-Epitheliums aus, die auch im gesunden Dickdarm entdeckt werden könnten“, zitierte die Website EurekAlert den Forscher Hans Wandall.

    Diese Angaben zeugen den Wissenschaftlern zufolge davon, dass sich das Ferment GalNAc-T6 durch die Glykosylierung an der Krebsentstehung beteiligt.

    Die Experten müssen noch herausfinden, wie genau die Vereinigung von Zuckermolekülen mit gewissen Proteinen die anomale Entwicklung von Zellen fördert. Wandall hofft, dass dadurch neue effizientere Methoden zur Krebsdiagnostizierung und —behandlung entdeckt werden könnten.

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    Tags:
    Entdeckung, Medizin, Forschung, Symptome, Krebszellen, Krebs, Kopenhagen, Dänemark