04:08 23 Oktober 2018
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    Telekommunikation durch Eis: Schallsignale können der Ölförderung in Arktis dienen

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    Russische Wissenschaftler entwickeln gemeinsam mit ihren chinesischen Kollegen eine weltweit erste Technologie der subglazialen Telekommunikation zur Erkundung und Förderung von Erdöl und Erdgas in der Arktis.

    Wie Prof. Wladimir Korotschenzew von der Ingenieurschule der russischen Fernöstlichen Föderalen Universität sagt, geht es zunächst darum, sich in Seichtwassergebieten zu behaupten. Die Verbreitung von elastischen Wellen im Seichtwasser sei ein weltweites wissenschaftliches Problem.  Laut Korotschenzew sollen die von russischen Wissenschaftlern entwickelten physikalischen Methoden in Verbindung mit den an der Ingenieuruniversität Harbin geschaffenen Informationsbearbeitungs-Technologien zum Durchbruch bei der Erschließung der Arktis verhelfen.

    In der Bucht Nowik der vor Wladiwostok gelegenen russischen Insel Russki im Japanischen Meer wurde ein Experiment mit dem an der Fernöstlichen Universität entwickelten Wasserschallsender, dessen akustische Wellen sich in Wasser und Eis ausbreiten, sowie mit Empfangs-Linsenantennen vorgenommen. Die Forscher aus Harbin setzten dabei hochpräzise seismische Empfänger zur Messung von Eisvibrationen ein.

    Vorläufige Beobachtungen haben laut Korotschenzew gezeigt, dass das Eis den Schall zu 95 Prozent dämmt und als Hauptleiter für hydroakustische Signale dient. Die bei dem Experiment gewonnenen Daten sollen nun bei weiteren Forschungen zur Schaffung einer Technologie der subglazialen Telekommunikation verwendet werden.

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    Technologie, Ölförderung, Interview, Experiment, Arktis, Russland, China