20:19 16 Dezember 2018
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    Vulkan-Ausbruch in Italien (Symbolbild)

    Rätsel um „Höllentor“ gelöst – Legende vom Todeshauch offenbar wahr

    © AP Photo / Salvatore Allegra
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    Forscher haben das Rätsel um eine „tödliche Höhle“ in der antiken griechischen Stadt Hierapolis, die heute in der Türkei liegt, gelöst. In einem Fachmagazin schreiben sie, was hinter den Mythen über das „Tor zur Unterwelt“ steckt.

    Die Grotte wird in Mythen als „Tor zur Hölle“ bezeichnet und gilt als ein Durchgang in die Unterwelt der alten Griechen. Darin heißt es konkret, dass Lebewesen beim Betreten dieser Höhle sofort tot umgefallen seien – angeblich weil der Hohlraum mit dem tödlichen Atem des griechischen Totengottes Hades gefüllt sei. Wie Forscher nun herausgefunden haben, sind diese Mythen gar nicht so weit von der Realität entfernt.

    In einem Artikel für das Fachmagazin „Archaeological and Anthropological Sciences“ schreiben die Wissenschaftler, dass das Kohlenstoffdioxid in der Höhle auch heute tödliche Konzentrationen erreiche.

    Der Grund dafür ist demnach die Tatsache, dass die Grotte über einer tektonischen Verwerfung liege. Toxische Gase treten aus Spalten im Boden aus und füllen die Höhle.

    „Die CO2-Konzentration erreicht 91 Prozent. Das Gas tötet auch Insekten, Vögel und Säugetiere“, so die Forscher.

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    Tags:
    Mythologie, Toxische Gase, Antikes Griechenland, Rätsel, Mythen, Hölle, Forscher, CO2, Hierapolis, Türkei