00:04 10 Juli 2020
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    Der stetige Alkoholkonsum steigert das Risiko für Demenzerkrankungen aller Typen. Zu dieser Erkenntnis sind Forscher am kanadischen Institut für psychische Gesundheitstudien gekommen, wie die Webressource MedicalXpress berichtet.

    Laut der Pressemitteilung haben die Forscher rund 60.000 in Frankreich registrierte Fälle von Frühdemenz analysiert. Laut den Ergebnissen sind 57 Prozent der Erkrankungen auf die Alkoholsucht zurückzuführen, die sich im ständigen Verzehr von täglich 60 Gramm Äthanol bei Männern und 40 Gramm bei Frauen manifestiert.

    Die ermittelte Korrelation deute darauf hin, dass der chronische Alkoholismus die Hauptursache für Verblödung in einem verhältnismäßig jungen Alter sei, wird unterstrichen. Den Forschern zufolge wird die Lebenserwartung durch den häufigen Alkoholgenuss um mehr als 20 Jahre verkürzt. Obwohl Frauen öfter an Demenz erkranken als Männer, würden Letztere in einem größeren Maße an kognitiven Frühstörungen leiden, heißt es.

    Die Forscher verweisen darauf, dass der chronische Alkoholismus mit anderen Risikofaktoren für Demenz in Verbindung stehe, so mit Rauchen, hohem Blutdruck, Diabetes, Bildungsmangel, Depression und Gehörverlust.

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    Tags:
    Blutdruck, Demenz, Alkoholsucht, Depression, Rauchen, Kanada