00:56 22 Juli 2018
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    US-Forscher machen „Riesen-Fenster ins Ur-Universum“ auf

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    Wissenschaftler der Arizona State University haben Spuren der frühesten Sterne im Universum entdeckt, schreibt das Wissenschaftsmagazin „Nature“.

    Demnach haben die Forscher im Ergebnis einer Studie Hinweise dafür gefunden, dass die ersten Sterne im Universum schon vor 13,6 Milliarden Jahren – 180 Millionen Jahre nach dem Urknall – entstanden.

    Die Wissenschaftler führten eine Studie des Himmels im Bereich von 50 bis 100 MHz mit der EDGE-Bodenstation durch. Die im Verlauf des Experiments erhaltenen Spektren wurden unter Berücksichtigung von zahlreichen Faktoren verarbeitet und kalibriert.

    „Die Entdeckung dieses subtilen Signals ist für uns zu einem riesigen Fenster ins frühe Universum geworden. Teleskope können im Prinzip keine Fotos von solch alten und fernen Sternen erhalten, aber dank den Radiowellen, die während ihres „Erwachens“ erzeugt wurden, fanden wir heraus, wann dies geschah“, so Leiter des Forscherteams Judd Bowman.

    Laut dem Wissenschaftler sahen die Ur-Sterne anders aus, als die modernen Sterne. Sie bestanden aus Elementen, die nicht schwerer als Wasserstoff und Helium waren und sie konnten wohl mehr als 400 Mal so groß sein wie die Sonne.

    „Das ist die wichtigste astronomische Entdeckung seit der Erkennung der Gravitationswellen im Jahr 2015“, betonte Professor Karl Glazebrook von der Universität Swinburne in Australien.

    Bisher hatten Astronomen diese Ur-Sterne nur theoretisch beschreiben können. Wissenschaftler hatten vermutet, dass die ersten Sterne im Universum 400 bis 500 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden.


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    Studie, Entdeckung, Sonne, Sterne, Universum, Forschung
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