10:38 22 April 2018
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    Chinesische Raumstation Tiangong-1 (Archivbild)

    Astronomen: Chinesische Raumstation kann auf Russland stürzen

    © AP Photo / Xinhua/ Wang Sijang
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    Die erste chinesische Raumstation Tiangong-1 wird bald in die Erdatmosphäre eintreten und dort binnen einer Woche verglühen, wobei einige Wrackteile auf die Erde stürzen könnten. Das berichtete die Europäische Raumfahrtagentur ESA. Als ein mögliches Absturzgebiet wird auch die russische Teilrepublik Dagestan genannt.

    Laut der Meldung befindet sich die Station zurzeit in einer Höhe von 200 Kilometern und verliert jeden Tag vier Kilometer an Höhe. In den kommenden Tagen wird aber eine drastische Senkung ihrer Geschwindigkeit erwartet. Die Raumstation soll etwa 70 Kilometer von der Erde entfernt in Stücke zerbrechen. 

    Expertenschätzungen zufolge könnten die Wrackteile zwischen 43 Grad nördlicher Breite und 43 Grad südlicher Breite auf der Erde landen. In diesem Gebiet liegen Süd- und Zentralamerika, Südeuropa, Afrika, Nahost, Ost- und Südostasien. Als mögliches Absturzgebiet wird auch der Südteil der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus genannt.   

    Die Tiangong-1 hatte im März 2016 ihren Betrieb eingestellt und kreist seitdem unkontrolliert um die Erde.

    Es wurde erwartet, dass sie bis Ende 2017 abstürzen würde. Später wurde der „Termin“ jedoch auf den Frühling 2018 verschoben.

    Die Tiangong-1 war im September 2011 von China mit einer eigenen Trägerrakete in die Umlaufbahn gebracht worden. Damit wurde China nach Russland und den USA zur dritten Weltraumnation, die eine eigene Raumstation gebaut hat.

    Der Start des „Himmelspalast-1“ demonstriert die Fähigkeit Pekings, ein eigenständiges Raumprogramm auszuführen und verschärft zugleich die Konkurrenz um die technologische Dominanz im All.

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    Tags:
    Astronomen, Wrackteile, Erde, Tiangong-1, Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), Nahost, Asien, Afrika, Russland, China
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