04:44 25 April 2018
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    Fallende Objekte verglühen in der Erdatmosphäre (Symbolbild)

    Chinas Raumstation stürzt in nächsten Stunden auf Erde – Europäische Raumfahrtagentur

    © AFP 2018 / Jorge Guerrero
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    Wrackteile der ersten chinesischen Raumstation, Tiangong-1, fallen in der Nacht auf Montag auf die Erdoberfläche herab. Das teilte die Europäische Raumfahrtagentur Esa auf ihrem Blog mit.

    Demzufolge soll der Absturz zwischen 1 Uhr und 5 Uhr (Mitteleuropäischer Zeit) erfolgen. Die ursprünglich 8,5 Tonnen schwere Raumstation soll zum größten Teil in der Erdatmosphäre verglühen. Nur einige Wrackteile könnten auf die Erde stürzen, sagte der Esa-Experte Holger Krag.

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    ​Der genaue Ort konnte auch wenige Stunden vor dem Absturz nicht prognostiziert werden, weil Tiangong 1 laut Krag noch mehrere Male in 160 Kilometern Höhe mit 27.000 Kilometern pro Stunde die Erde umkreist. 

    Der Weltraumschrott könnte über einem erdumspannenden Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators herunterfallen. Damit könnten unter anderem die USA, China oder Australien sowie Staaten Afrikas, Südeuropas oder Südamerikas betroffen sein. Deutschland beträfe das nicht.

    Die Gefahr für Menschen wurde jedoch als äußerst gering eingestuft. „Die Wahrscheinlichkeit für ein Individuum, von einem Trümmerteil verletzt zu werden, ist so groß, wie die Möglichkeit, zweimal in einem Jahr von einem Blitz getroffen zu werden“, so Krag.

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    Die Tiangong-1 war im September 2011 von China mit einer eigenen Trägerrakete in eine Umlaufbahn gebracht worden. Damit wurde China nach Russland und den USA zur dritten Weltraumnation, die eine eigene Raumstation gebaut hat.

    Im März 2016 hatte das Raumlabor seinen Betrieb eingestellt und kreist seitdem unkontrolliert um die Erde.

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    Tags:
    Absturz, Weltraumschrott, Weltraummüll, Raumschiff, Raumstation, Tiangong-1, Tiangong 1, Europäische Raumfahrtbehörde (ESA), Erde, Weltall, Weltraum, China