23:23 17 Juli 2018
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    Krebszellen (Symbolbild)

    Unerwartete Ursache von besonders gefährlicher Krebsart gefunden

    CC BY-SA 2.0 / Ed Uthman / Squamous Cell Carcinoma, Bronchial Washing, Pap Stain
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    Die Forscher der University of California San Diego School of Medicine und des Moores Cancer Center haben 200 Mutationen in einer nicht kodierenden DNA entdeckt, die die Entwicklung von aggressiven Krebstumorzellen fördern. Dies meldet das Fachmagazin MedicalXpress am Dienstag.

    Es ist bekannt, dass das menschliche Genom zum größten Teil – zu etwa 98 Prozent – aus einer „Müll“-DNA besteht. Zuvor waren Wissenschaftler der Ansicht, dass diese DNA (engl. — Desoxyribo-Nucleic-Acid) oder DNS (Desoxyribo-Nuklein-Säure) keine Funktionen erfülle. Allerdings wurde festgestellt, dass einige genetische Sektoren des menschlichen Organismus eine bestimmte Rolle in der Biochemie der Zelle spielen und auch die Aktivität von anderen Genen regeln. Zurzeit nennen die Molekularbiologen die „Müll“-DNA eine nicht kodierende DNA, weil die Aminosäuren-Eiweißfolgenreihe in ihr nicht so verschlüsselt ist, wie in gewöhnlichen Genen.

    Die Forscher haben die Datenbasis von The Cancer Genome Atlas analysiert, wo die Information über Genome in den Zellen von über 15.000 Krebsgeschwülsten der Menschen gespeichert ist. Die Forscher hatten die DNA in bösartigem und in gesundem Gewebe bei 930 Patienten miteinander verglichen.  Eines dieser Genome war DAAM1, dessen Aktivierung einen Tumor bedeutend aggressiver macht.

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    Tags:
    Tumor, Zellen, DNA, Genom, Ursache, Krebs, MedicalXpress, Moores Cancer Center, University of California San Diego School of Medicine, Kalifornien
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