23:23 17 Juli 2018
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    "I hoss di mehr als mei eigenes Leben!" – Wie Österreicher schimpfen

    CC0 / RyanMcGuire
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    Dass die Österreicher gut schimpfen können, ist nichts Neues. Nun hat die Germanistin und Schimpfforscherin Oksana Havryliv dies auch anhand einer wissenschaftlichen Studie belegen können, berichtet der STANDARD.

    Die Untersuchung zeigte, dass das Schimpfen und Fluchen für Menschen eine kathartische Wirkung hat, sprich: erleichtert. Im Dialekt soll sich laut der Forscherin das sprachliche Schimpfrepertoire noch erheblich vergrößern, wobei die Wiener diesbezüglich besonders Fäkal- und analfixiert seien.

    Havryliv kam im Rahmen ihrer Untersuchungen auf folgende „Top 10“-Liste der häufigsten Schimpfwörter:

    1. Trottel
    2. Oaschloch
    3. Oasch
    4. Vollkoffer
    5. Wichser
    6. Depp
    7. Koffer
    8. Idiot
    9. Drecksau
    10. Hure
    11. Sau
    12. Schlampe


    Des Weiteren bietet das STANDARD-Forum zu "'Trottel', 'Depp' und 'Vollkoffer': Wie die Wiener schimpfen" eine exemplarische Übersicht über die beliebtesten Flüche der Österreicher.

    „I glaub du scheisst ned ganz regelmäßig?“ („Ich glaube, du scheißt nicht regelmäßig?“)

    „Sie Oaschloch Sie“ (In der Höflichkeitsanrede zur Steigerung)

    „Wonnst jetzt rärst host glei no ane dasst an Grund host zum rärn!“ („ Wenn du jetzt weinst, dann bekommst du gleich noch eine Ohrfeige, sodass du einen Grund zum Weinen hast“)

    „Na de san jo alle teppert wia de Nocht finster“ („Die sind alle dumm wie die Nacht finster ist“)

    „Du Patient, woan deine Ötan Gschwista?“ („Du Patient, waren deine Eltern Geschwister?“)

    „I hau da in de Goschn, dass da die Zähnt im Dreiviertel Takt ausn Oasch hupfen“ („Ich haue dir so eine in die Fresse, dass deine Zähne im Dreivierteltakt aus dem Hintern hinaushüpfen“)

    „I hoss di mehr als mei eigenes Leben!“ („Ich hasse dich mehr als mein eigenes Leben“)

    Tags:
    Wissen, Schimpfwörter, Studie, Sprache, Wissenschaft, Österreich
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