16:33 18 August 2018
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    Krake (Symbolbild)

    Selbstmörderische Kraken im Pazifik gefunden

    CC BY 2.0 / Leon F. Cabeiro / Polbo / Octopus
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    Forscher haben eine riesige Anzahl ihnen bisher unbekannter Kraken entdeckt, die ihre Brut unter tödlichen Bedingungen hüten. Dies meldet der Sender Fox News.

    Mehr als 200 Krakeneier und 100 ausgewachsene Tiere seien vor der Küste Costa-Ricas in etwa 3 Kilometern Tiefe auf einem Sediment erstarrter Lava gefunden worden. Die Forschergruppe habe die rosafarbigen großäugigen Kopffüßer der Gattung Muuscoctopus zugeordnet.

    Die Krakenkolonie habe eine ungewöhnliche Brutstätte für sich gewählt, erzählt Zoologin Janet Voight vom Field Museum Chicago: Warmes Wasser sei für solche Tiefseekraken tödlich.

    Die Wissenschaftlerin glaubt, sie seien zum Sterben verurteilt, weil die hohe Temperatur den Metabolismus beschleunige. Die Kopffüßer würden dann mehr Sauerstoff verlangen, als das Wasser geben könne.

    „Ich hätte so eine dichte Häufung dieser Tiere in einer Tiefe von 3000 Metern niemals erwartet, und wir behaupten, diese Zahl ist nur der Überschuss der Population“, so Voight weiter. „Was noch da unten lauert, das wir uns überhaupt nicht vorstellen können? Ich will es herausfinden.“

     

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    Tags:
    Lava, Entdeckung, Ozean, Selbstmord, Wissenschaft, Chicago, Costa Rica
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