16:36 13 November 2018
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    Krebsforschung: Hauptauslöser für Leukämie nun bekannt

    © Foto: Knight Cancer Institute
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    Ein Forscherteam an der Boston University hat eine Proteinart entdeckt, die für die Entwicklung der aggressiven T-Zell-Leukämie verantwortlich ist. Dies berichtet das Portal EurekAlert.

    Eine Analyse von bei Leukämie-Patienten entnommenen Gewebeproben hat ergeben, dass das Protein UFD1 (Ubiquitin-fusion degradation) bei ihnen einen erhöhten Wert aufweist. Eine künstliche Aktivitätssenkung der für die Synthese von UFD1 verantwortlichen Gene hat nicht nur den UFD1-Spiegel gesenkt, sondern auch das Tumorwachstum gestoppt. Gesunde Zellen sind dabei unberührt geblieben.

    Wie ein Mitautor der Studie, Huei Feng, erläutert, sind alle heute üblichen Methoden der Leukämiebehandlung sehr toxisch und für die Patienten  schwer erträglich. Der von den Forschern erkannte Zusammenhang zwischen dem UFD1-Spiegel und dem Tumorwachstum lasse nun darauf hoffen, dass ein für gesundes Gewebe nicht schädliches Medikament entwickelt werde, so der Mediziner.

    Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems. Bei einer T-Zell-Lymphoblastenleukämie beträgt die Sterblichkeitsrate bei Kindern 20 Prozent und bei Erwachsenen 50 Prozent.

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    Tags:
    Patienten, Erkrankung, Protein, Leukämie, Analyse, Portal EurekAlert, USA