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    Graue Haare (Symbolbild)

    Was Ihre grauen Haare mit Infektionen zu tun haben

    CC0 / pixabay/LisaRedfern
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    Nicht nur wegen des natürlichen Alterungsprozesses bekommen Sie graue Haare: Eine Studie von US-Forschern zeigt, dass das Ergrauen der Haare im Zusammenhang mit der Immunantwort auf Infektionen steht. Die Forschungsergebnisse sind im Fachmagazin „PLOS Biology“ erschienen.

    Wenn der Körper von Bakterien oder Viren angegriffen wird, wird das Immunsystem aktiv. Sobald eine Körperzelle den Angreifer erkennt, werden sogenannte Interferonen (Signalmoleküle) aktiviert. Diese signalisieren den Zellen dann einzugreifen und die virale Fortschreitung zu verhindern.

    Die Forscher haben nun anhand von Tests an Mäusen festgestellt, dass das MITF-Gen (Microphthalmie-assoziierter Transkriptionsfaktor), das mit der Regulierung der Interferonen-Werte zusammenhängt, die Anzahl der Bakterien und Viren in den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) senkt. Und dies führt ferner zum Ergrauen der Haare.

    „Diese Entdeckung lässt darauf schließen, dass Gene, die für die Pigmentierung der Haare und der Haut zuständig sind, auch eine Kontrollfunktion im Immunsystem haben“, zitiert das Portal „Science Daily“ William Pavan, Co-Studienautor und Forscher am National Human Genome Research Institute (NHGRI) an der University of Alabama in Birmingham.

    Nach Ansicht der Forscher können die Studienergebnisse eine Erklärung dafür liefern, warum Menschen manchmal nach einer Krankheit oder starkem Stress plötzlich graue Haare bekommen.

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    Tags:
    Viren, Grauwerden, Immunsystem, Zusammenhang, Bakterien, University of Alabama, Birmingham, National Human Genome Research Institute (NHGRI), Fachmagazin "PLOS Biology", William Pavan, USA
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