00:11 16 Dezember 2018
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    Eine Proton-Rakete mit dem Militärsatellit an Bord vor dem Start (Archivbild)

    Russische Spionagesatelliten kurz vor Absturz

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    Gleich zwei russische Satelliten für funkelektronische Aufklärung „Zelina“ werden, wie erwartet, die Flugbahn verlassen und in den dichten Atmosphärenschichten am 11. und 12. Mai 2018 verglühen. Dies geht aus den auf der Website von North American Aerospace Defense Command (NORAD) am Montag veröffentlichten Angaben hervor.

    Als erster kommt ein Satellit des Systems „Zelina“ („Kosmos-1378“ oder 13271 nach der NORAD-Klassifikation) runter, der am Freitag, dem 11. Mai, zerfallen wird. Am nächsten Tag verlässt „Zelina-D“ („Kosmos-1825“ oder 17566 nach der NORAD-Klassifikation) seine bisherige Flugbahn im Orbit.

    Der Raumflugkörper „Zelina“ war im Juni 1982 von dem Startgelände Plessezk aus mit der Rakete „Zyklon-3“ ins All gebracht worden, „Zelina-D“ — im November 1981 auch von Plessezk aus auf dem Träger „Kosmos-11K65M“.

    „Zelina“ ist ein sowjetisches und später russisches Satellitensystem der funkelektronischen Aufklärung und eine gleichnamige Serie von Raumflugkörpern. Es ist für die Registrierung der Strahlungen bodengestützter elektronischer Mittel in einem breiten Frequenzbereich des elektromagnetischen Spektrums aus dem Weltraum bestimmt. Das System ermöglicht es, die Koordinaten der funkstrahlenden Objekte festzustellen und ihren Einsatzzweck, ihre Charakteristika und ihr Betriebsregime zu erkennen.

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    Tags:
    Betriebsregime, verglühen, Strahlungen, Satelliten, North American Aerospace Defense Command (NORAD), Plessezk, Russland