11:32 25 September 2018
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    Glatze bald bekämpft? Unerwartetes Haarwuchsmittel entdeckt – Studie

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    Britische Forscher haben bei einer gegen Knochenschwund verwendeten Substanz einen unerwarteten Nebeneffekt entdeckt. Der Stoff kann als Haarwuchsmittel eingesetzt werden, schreiben die Wissenschaftler in einem Artikel in der Fachzeitschrift „PLoS Biology“.

    Das Forscherteam um den Mediziner Ralf Paus von der University of Manchester untersuchte ursprünglich den Stoff Cyclosporin A. Er wird normalerweise zur Unterdrückung von Reaktionen des Immunsystems verwendet, etwa nach Organtransplantationen.

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    Wie sich herausstellte, hemmt Cyclosporin A das Protein SFRP1, das die Entwicklung und das Wachstum in vielen Geweben, auch beim Haarwuchs, bremst.

    Cyclosporin A stimuliert das Haarwachstum wesentlich effektiver als die bisher hauptsächlich eingesetzten Arzneistoffe Minoxidil oder Finasterid. Aufgrund seiner toxischen Wirkungen auf Nieren und Leber kommt Cyclosporin A als Haarwuchsmittel jedoch nicht infrage.

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    Die Forscher wendeten dann ihre Aufmerksamkeit einem bekannten Gegenspieler zum Protein SFRP1 zu: Dem Wirkstoff WAY-316606, mit dem Osteoporose behandelt wird. Die Wissenschaftler nahmen dessen Wirkung auf Haarfollikel unter die Lupe. Sie entdeckten, dass er tatsächlich die anagene Phase verlängert, was für eine Verbesserung des Haarwachstums spricht.

    Der Stoff WAY-316606 weckt Hoffnungen auf ein besseres Mittel gegen Haarausfall. Die Experimente befinden sich aber noch in einem frühen Stadium und die Sicherheit der Arznei muss gründlich getestet werden.

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