19:54 19 Juni 2018
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    ein Stern (Symbolbild)

    Seltsame Objekte: Herkunft der „Alien-Signale“ geklärt

    CC BY 2.0 / LLacertae / LLacertae The Turbulent Existence of NGC 6384
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    Forscher an der Universität Nanjing (China) haben eine neue Erklärung für mysteriöse schnelle Funkausbrüche gefunden, bei denen binnen weniger Millisekunden eine riesige Menge an Energie in den Weltraum ausgeworfen wird.

    Entgegen der Hypothese, dass diese Erscheinung mit der Tätigkeit außerirdischer Zivilisationen verbunden sei, führen die chinesischen Astrophysiker diese leistungsstarken Radiosignale auf die Krustenbildung bei „seltsamen“ Sternen zurück, schreibt das US-Fachportal „Science Alert“.

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    Nach Auffassung der chinesischen Forscher werden schnelle Funkausbrüche von Neutronensternen besonderen Typs, den sogenannten Quarksternen (auch als seltsame Sterne bekannt), erzeugt, so das Portal.

    Im Innern eines „seltsamen“ Objektes entsteht eine „Quark-Suppe“, die aus drei Quark-Arten, darunter auch seltsamen Quarks (Strange-Quarks), besteht. Laut einem theoretischen Modell soll sich in dieser niederenergetischen und daher stabilen Materie zuweilen eine übliche (aus Neutronen bestehende) Hadronmaterie bilden, die an der Sternoberfläche eine Kruste erzeugt. Diese wird immer schwerer und bricht nach einiger Zeit auf.

    Der „entblößte“ Quarkstern wird für eine kurze Zeit zur Quelle von Elektron-Positron-Paaren und erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Das wiederum führt zur Beschleunigung von Elektronen und Positronen, die eine Geschwindigkeit erreichen, die der von Licht nur wenig nachsteht. Diese Teilchen senden bei ihrer Bewegung kohärente Funkstrahlen aus, die als schnelle Funkausbrüche registriert werden. Dann wird die Hadron-Kruste wieder hergestellt, und der ganze Zyklus wiederholt sich.

    Der erste schnelle Funkimpuls war 2001 von einem Funkteleskop in Australien aufgespürt und zum Jahr 2007 dokumentarisch ausgewertet worden.

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    Tags:
    Sterne, Radiosignale, US-Fachblatt "Science Alert", Weltraum, China
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