09:27 20 Juni 2018
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    Nicht nur bei Rattenbekämpfung effektiv: Arsen

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    Forscher an der Nordwestlichen Universität (USA) haben herausgefunden, dass geringe Dosen der toxischen Verbindung Arsentrioxid eine Remission von akuter Promyelozytenleukämie, einer Unterart von Blutkrebs, fördert. Die toxische Substanz kann auch zur Behandlung anderer bösartiger Erkrankungen verwendet werden.

    Aus einer Pressemitteilung auf dem Fachportal MedicalXpress geht hervor, dass die Forscher so genannte Nanobins entwickelt haben, die sphärische doppelschichtige Lipidpartikeln (Liposomen) darstellen und die besagte Arsenverbindung enthalten. Nanobins gelangen in den Blutfluss und erreichen Tumorzellen. Das aus den Nanobins freigesetzte Gift tötet Krebszellen, ohne gesundem Gewebe zu schaden.

    Kleinere Blutgefäße, die sich um den Tumor herum bilden, tragen zur  Ansammlung von Nanobins bei, und das saure Medium der Geschwulst hilft, die in den Nanobins befindlichen Arsen-Teilchen aufzulösen.

    Wie Tierversuche ergaben, können die arsenhaltigen Liposomen bösartige Zellen bei Milchdrüsen-, Eierstock- und Lungenkrebs erfolgreich bekämpfen. Die Forscher beabsichtigen außerdem, Nanobins mit spezifischen Molekülen zu verbinden, damit die Bluthirnschranke überwunden und ein Glioblastom behandelt werden kann.

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    Tags:
    Krebszellen, Gift, Geschwulst, Tumor, MedicalXpress, USA
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