13:38 10 Dezember 2018
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    Welche Orte die psychische Gesundheit beeinträchtigen – Studie

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    Forscher von der Binghamton University in New York haben einen Zusammenhang zwischen der geografischen Breite des jeweiligen Ortes und der psychischen Gesundheit seiner Einwohner festgestellt. Die Ergebnisse ihrer Recherche haben sie im Fachblatt „Journal of Obsessive-Compulsive and Related Disorders“ veröffentlicht.

    Das Forscher-Team um Meredith Coles verglich Angaben über Patienten mit Zwangsstörungen mit der geografischen Breite ihres Wohnortes. Die Studie ergab: Bei Menschen, die in Orten leben, die sich weit vom Äquator entfernt befinden und wo es weniger Tageslicht gibt, kommen häufiger Zwangsstörungen vor.

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    „Die Ergebnisse dieses Projektes beeindrucken, weil sie zusätzliche Beweise für das Umdenken bei den Zwangsstörungen liefern. Sie zeigen ausdrücklich, dass die Einwohner von Orten, wo es mehr Sonnenlicht gibt, seltener Zwangsstörungen haben“.

    Patienten, die bereits an Zwangsstörungen leiden, geht es laut der Forschung in Orten mit wenig Sonnenlicht oft schlechter. Wegen der Krankheit können sie oft nicht schnell einschlafen. Um den Schlaf nachzuholen, wachen sie dann später am Tag auf. Dabei verbringen sie aber mehr Zeit bei Tageslicht im Bett.

    In den Ländern, die weit vom Äquator entfernt liegen, falle es den Menschen dann schwerer, ihre innere Uhr mit dem natürlichen Licht von Tag und Nacht wieder zu synchronisieren. Das könne ihre Symptome verschlimmern.

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    Das Team hofft, neue Behandlungsempfehlungen zu entwickeln, von denen Menschen mit Zwangsstörungen profitieren könnten.

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    Tags:
    Forschung, psychische Störungen, Leben, Ort, Wetter, Sonnenaktivität