06:47 13 Dezember 2018
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    Mond-Kolonie (Symbolbild)

    Indizien für Leben auf dem Mond ausfindig gemacht

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    Zwei Astrobiologen aus Washington und London haben Erkenntnisse von Weltraumexkursionen und Mondgestein ausgewertet und festgestellt, das in vergangenen Zeiten Leben auf dem Mond möglich gewesen sein muss. Das verrät das Online-Portal „phys.org“.

    Dirk Schulze-Makuch ist an der Washington State University als Astrobiologe tätig. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ian Crawford von der University of London vertritt er die Theorie, dass vor vier Milliarden und vor 3,5 Milliarden Jahren große Mengen an überhitzten flüchtigen Gasen austraten, darunter auch Wasserdampf. Damals hätten Transformationsprozesse auf dem Mond stattgefunden.

    Im Zuge dessen hätten sich Wasserlachen gebildet, die die Entstehung von Mikroben zuließen. Die Experten sind der Ansicht, dass diese Kleinstlebewesen dort bis zur Austrocknung des Mondes überlebt hätten. Der Experte Schulze-Makuch: „Wenn flüssiges Wasser und eine bestimmte Atmosphäre auf dem jungen Mond für lange Zeit präsent waren, denken wir, dass der Mond wenigstens vorübergehend bewohnbar war.“ In Zukunft wolle man diese Annahmen weiter überprüfen, indem man in mondähnlichen Gegenden auf der Erde oder aber auf der International Space Station forscht, ob Mikroben tatsächlich unter den angenommenen Umständen leben können.

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    Wissenschaft, Astrobiologie, Leben, Mond, Mond